Frühjahrssynode des Kirchenkreises Ziegenhain beschäftigte sich mit Zukunftsfragen

Die Kirche im Wandel

Freuten sich über den neuen Altar: von links Präses Andreas von Hubatius, Silvia Scheffer (Kirchenkreis Ziegenhain), Dieter Zulauf (Kirchenvorstand Ascherode) und Tamara Best. Foto: privat

Ascherode. Die Frühjahrssynode des Kirchenkreises Ziegenhain im DGH Ascherode stand am Wochenende ganz im Zeichen der Strukturveränderungen innerhalb der Kirche.

Präses Andreas von Hubatius sagte zur Eröffnung der Frühjahrssynode, von den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit habe er gelernt, „nicht erst zu warten, bis andere uns sagen, was wir zu tun haben“. Er spielte damit auf die zu beratenden Strukturveränderungen in der Kirche an. Dekan Dr. Jürgen Sauer überbrachte der 110 Personen zählenden Synode Grüße aus dem Dekanat Alsfeld.

Unter dem Motto „Volkskirche qualitativ weiter entwickeln“ stehe der Reformprozess der kurhessisch-waldeckischen Kirche, berichtete Dekan Christian Wachter von den Beschlüssen der Landessynode zur Strukturreform.

Zuverlässiger Partner vor Ort

Die Kirche wolle auch zukünftig zuverlässiger Partner „vor Ort in Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen und Diakonischen Diensten“ bleiben. Eine Schlüsselrolle komme dabei der Zusammenarbeit von Gemeinden und Pfarrern zu. Die Gemeinden werden Kooperationsräume bilden, eine Maßnahme, die im Kirchenkreis Ziegenhain schon ergriffen worden sei. Die neuen Verbünde sollen ab 2018 durch den Aufbau von Sekretariaten unterstützt werden.

Nicht gespart werden soll in der Jugendarbeit. Hier sei eher zu überlegen, wie mittelfristig in allen Bereichen des Kirchenkreises Jugendarbeit angeboten werden kann.

Sehr kritisch wurde von den Kreissynodalen die vorgesehene Kategorisierung der Kirchen in A-, B- und C-Kirchen gesehen. Zwei still gelegte Tagungsstätten stelle die Landeskirche künftig Flüchtlingen zur Verfügung, berichtete Wachter. Das ehemalige Evangelische Freizeitheim in Elbenberg werde inzwischen zur Hälfte von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bewohnt, das Haus in Niedenstein werde zur Zeit umgebaut und dann unter der Geschäftsführung des Diakonischen Werks im Schwalm-Eder-Kreis als Wohnheim für Asylsuchende betrieben.

Die Haushaltsplanung des Kirchenkreises wurde durch Kirchenkreisamtsleiter Gerhard Schmitt vorgestellt. Im vergangenen Jahr hätten alle Gemeinden ihren Haushalt positiv abschließen können, so Schmitt.

1,9 Mio. Euro jährlich

Ein Haushaltsvolumen von rund 1,9 Mio. Euro pro Jahr wurde für die Jahre 2016 und 2017 verabschiedet, ebenso die Kosten für die Verwaltung im Kirchenkreisamt in Höhe von rund 700 000 Euro Kosten pro Jahr.

Vom erfolgreichen Abschluss der Klangreise berichtete Bezirkskantor Jens Koch. Die Planungen für die nächste Klangreise laufen. (dag)

Quelle: HNA

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