Künftig kurze Wege für alle

Kirchengemeinde Altmorschen und Diakoniestation Fulda-Eder bald unter einem Dach

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Große Pläne: In einem ersten Bauabschnitt (rote Fläche) soll ein Neubau entstehen. Für den zweiten Bauabschnitt ist die Sanierung des Pfarrhauses geplant. Auch ein drittes Gebäude könnte auf dem Gelände entstehen.

Altmorschen. Eine Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätze wird die Diakoniestation Fulda-Eder künftig erstmals in Morschen betreiben. Eine Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Altmorschen macht es möglich. Gestern wurde das Konzept für das Gemeinschaftsprojekt vorgestellt.

Hinter dem Pfarrhaus an der Paul-Frankfurth-Straße soll demnach ein Neubau mit Tagespflege, Räumlichkeiten der Kirchengemeinde und einer Wohnung für den Pfarrer entstehen. Investor ist Klaus Kühlborn von der Spangenberger Firma Holzbau Kühlborn.

Neue Gemeinderäume

Holzbau Kühlborn wird laut Pfarrer Lars Bachmann der Kirche das Grundstück samt altem Pfarrhaus abkaufen und in einem ersten Bauabschnitt den dreigeschossigen Neubau in energieeffizienter Bauweise errichten. Im barrierefreien Erdgeschoss soll auf rund 270 Quadratmetern die Tagespflege der Diakoniestation Fulda-Eder einziehen. Für den ersten Stock sind flexible Gemeindesäle mit Küche, Räume für das Pfarrbüro und das Büro der Diakoniestation Fulda-Eder geplant. Im zweiten Obergeschoss wird eine Wohnung für den Gemeindepfarrer entstehen.

"Durch die räumliche Nähe von Tagespflege, Gemeinde und Kindergarten entstehen neue konzeptionelle Möglichkeiten", sagt Lars Bachmann. Im März soll es für die Gemeindemitglieder eine Informationsveranstaltung zu dem Projekt geben, so Bachmann.

Investor Klaus Kühlborn geht von einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro aus. Bis es los gehen kann, müssten noch einige Genehmigungen eingeholt und Details geklärt werden. "Ich rechne damit, wenn alles gut geht, dass wir Ende des Jahres fertig sind", sagt Kühlborn.

Ab Erteilung der Baugenehmigung könne der Bau in rund vier Monaten errichtet werden.

Die Kirche wird laut Pfarrer Lars Bachmann nach Fertigstellung die Gemeindesäle und die Pfarrerswohnung für rund 700 000 Euro zurückkaufen. Die Diakoniestation Fulda-Eder plant laut Geschäftsführer Stefan Ochs die Räumlichkeiten vom Bauherrn zu mieten.

Auch für das alte Pfarrhaus soll eine sinnvolle und gute Nutzung gefunden werden, sagt Bachmann. In einem zweiten Bauabschnitt soll es saniert werden. Denkbar wäre laut Pfarrer Lars Bachmann und Stefan Ochs, dass dort in Absprache mit der Kommune altengerechte Wohnungen entstehen.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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