Kirchengemeinde Kehrenbach weiht Sonntag grunderneuerte Orgel ein

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Bis Sonntag müssen noch einige Pfeifen in die Orgel eingebaut werden: Orgelbaumeister Peter Kozeluh und Pfarrer Sigurd Sadowski mit einer der Pfeifen.

Kehrenbach. Über 180 Jahre alt ist die Kehrenbacher Orgel. Jetzt wurde das Instrument für 30.000 Euro grunderneuert. Am Sonntag wird es mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

In 900 Stunden hat der Rotenburger Orgelbaumeister Peter Kozeluh das Instrument auf Vordermann gebracht. Ein Drittel der 402 Orgelpfeifen mit Längen zwischen 2,50 Meter und 18 Millimeter arbeitete er auf.

Restauriert wurden zudem die alten Blasebälge so kann das Instrument auch künftig ohne Elektro-Motor mit Luft versorgt werden.

Die Sanierung der Orgel war lange geplant worden. Ihr Klang hatte sich laut Gemeinde bereits in den 1990er Jahren verschlechtert. Nötig waren Gutachten, Kostenschätzungen und Fürsprecher im Landeskirchenamt. Außerdem musste die Kirchengemeinde 10.000 Euro beisteuern. Einwohner, Institutionen und Unternehmen wurden angesprochen. Noch immer können Patenschaften für Orgelpfeifen übernommen werden. Ansprechpartner ist der Kirchenvorstand. Aus der Sicht von Sigurd Sadowski gehört die Orgel zur Kirche wie das Amen zum Gebet. Sie begleite die Gemeindemitglieder bei fröhlichen und traurigen Anlässen und verbinde Jung und Alt. Die Pfeifen stellten überhaupt ein Abbild der Gemeinde dar. Es gebe große und kleine Pfeifen, teils sichtbar, teils im Hintergrund; alle seien nötig, um zu einer Harmonie zu kommen.

Von Helmut Wenderoth

Quelle: HNA

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