Landessynode hat entschieden: Fusion schon vor 2020

Die Kirchenkreise Ziegenhain, Melsungen und Fritzlar-Homberg müssen fusionieren

Schwalm-Eder. In ihrer Sitzung am Mittwoch hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar über die Zukunft der Kirchenkreise Ziegenhain, Melsungen und Fritzlar-Homberg entschieden. Demnach werden die drei Kirchenkreise bis 2020 fusionieren.

In dem gemeinsamen Kirchenkreis Schwalm-Eder bleiben die drei Dekanate bestehen. Gebündelt wird allerdings die Verwaltung: Mit Blick auf die Kirchenkreisämter äußerte die Landessynode die Erwartung, dass diese gegebenenfalls schon vor 2020 fusionieren könnten.

Insgesamt habe die Landessynode bezüglich der Umstrukturierungen der Kirchenkreise im Schwalm-Eder-Kreis ein sehr deutliches Votum mit nur wenigen Gegenstimmen ausgesprochen, erklärte Petra Schwermann, Pressesprecherin der Landeskirche. Geführt worden sei in Hofgeismar eine konstruktive – keine kontroverse – Debatte.

Im Ergebnis habe man bereits bestehende Strukturen nicht wieder aufreißen wollen, so Schwermann. Dabei hätten die Synodalen insbesondere den seit der freiwilligen Fusion bestehenden Kirchenkreis Fritzlar-Homberg im Blick gehabt. Hintergrund: Bis 2015 war den Kirchenkreisen Zeit gegeben worden, selbstständig und freiwillig die geforderten Strukturveränderungen in ihrem Bereich herbeizuführen. Das war in der Region Fritzlar-Homberg geschehen.

Für die drei Kirchenkreise bedeute dies einen bedeutsamen Umbruch, sind sich die drei Dekane Sabine Tümmler (Fritzlar-Homberg), Christian Wachter (Ziegenhain) und Norbert Mecke (Melsungen) einig, sichern sich aber eine intensive Zusammenarbeit zu. „Ich denke, dass ein solcher Wechsel auch Verunsicherung und Trauer mit sich bringt“, erklärte Wachter. Letztlich hänge Glaube aber nicht an Strukturen.

Nicht genügend Pfarrstellen

Die künftigen Kirchenkreise sollen mindestens 25, maximal 40 Pfarrstellen aufweisen und die Grenzen der Landkreise und der Kommunen berücksichtigen. Die aktuellen Zahlen der Pfarrstellen: Fritzlar-Homberg 36, Ziegenhain 26 und Melsungen 17. Die Kirchenkreisämter sollten mit dem Verantwortungsbereich einer Landkreisverwaltung deckungsgleich sein. Der Kirchenkreis Ziegenhain hatte über seine Gremien einem gemeinsamen Kirchenkreis Schwalm-Eder nicht zugestimmt. Auch aus dem Kirchenkreis Melsungen war bereits 2015 Widerstand gegen ein solches Vorhaben laut geworden.

Quelle: HNA

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