Burschenschaft wehrt sich – Polizei: Kontrolle wegen Jugendschutz und Rechten

Kirmes stand im Fokus

Nachbetrachtung der Feier: vorne von links Kirmesburschen Oliver Schmied, Oliver Iwaschenko und Thomas Ilyuk bauten gestern das Festzelt in Steina ab. Foto:  Schorn

Steina. Für die Steinaer Burschenschaft war der Auftakt der Kirmessaison am vergangenen Wochenende nicht ohne Folgen: Wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz machte die Steinaer Kirmes auf sich aufmerksam. Die Burschenschaft wehrt sich nun gegen Kritik wegen der Vorfälle des vergangenen Wochenendes.

Hintergrund: Bei einer Polizeikontrolle am Kirmessamstag waren 13 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aufgegriffen worden, die nach Mitternacht nicht mehr dort hätten feiern dürfen. Von der Polizei heißt es, das zum Kontrollzeitpunkt aber erheblich mehr Jugendliche vor Ort gewesen seien. Wegen der aggressiven Stimmung mehrerer Gäste wurde von weiteren Kontrollen abgesehen.

„Wir stehen zu unserem Fehlverhalten“, erklärte Burschenschaftssprecher Manuel Hoos. Als erste Kirmes im Jahr sieht der Steinaer Burschenschaftssprecher diese Veranstaltung ganz besonders im Fokus von Jugendamt und Polizei. Das habe das Großaufgebot der Polizei gezeigt. Als Organisator sehe sich die Burschenschaft in einer Zwickmühle. Es sei klar, dass Jugendliche nach Mitternacht auf der Kirmes nichts mehr zu suchen hätten. Dennoch schickten Eltern ihre minderjährigen Kinder in der Gewissheit auf die Kirmes, dass sie mit den Burschenschaftsbussen wieder nach Hause kommen. „Die fahren allerdings in der Regel erst gegen ein Uhr“, sagt Hoos. Den Vorwurf mangelhafter Kontrolle wehrt der Steinaer ab. Es habe erstmals in der Steinaer Kirmesgeschichte eine sechs Mann starke Security (Wachmannschaft) gegeben. Zusätzlich gab es eigene Ordner. Jugendliche Besucher seien, teilweise durch Sichten des Ausweises, mit einem speziellen Stempel markiert worden.

Grundsätzlich müsse man sich nun, auch gemeinsam mit anderen Burschenschaften in der Region, Gedanken machen, wie es künftig mit solchen Veranstaltungen weitergehe, erklärt Hoos. Artikel unten

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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