Kita-Kinder aus dem Altkreis waren als Müllsammler unterwegs

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Junge Müllsammler: Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Kitz in Zierenberg beteiligten sich an der landesweiten Säuberungsaktion und sammelten achtlos weggeworfenen Abfall auf.

Zierenberg/Altenstädt. Klimawandel, Energiewende oder Biodiversität - für Drei- bis Sechsjährige viel zu abstrakt. Befreien die Kleinen jedoch eine vergammelte Plastiktüte von Graswurzeln oder entdecken sie ein verrostetes Bügeleisen im Gebüsch, verstehen sie, dass das für die Natur nicht gut ist.

Ein Bügeleisen fanden die Jungen und Mädchen der Zierenberger Kindertagesstätte Kitz gestern zwar nicht, doch aber waren ihre Müllsäcke am Ende des „sauberhaften Kindertages“ prall gefüllt. Bewaffnet mit Einmalhandschuhen und Greifzangen machten sich die rund 30 Vorschulkinder mit ihren Erzieherinnen Jutta Laufer, Lena Djaditsch, Jana Jekel, Monika Berger und Annett Schulz-Mänig auf, um entlang der Schul- und Kindergartenwege im Warmestädtchen Müll zu sammeln. Voller Eifer waren sie dabei, schließlich sollen Karli Kaninchen und seine Freunde für ihr Picknick künftig saubere Plätze vorfinden. Um die Langohren drehte sich alles im Umwelt-Bilderbuch, mit dem sich die jungen Müllmänner und -frauen auf die Umweltkampagne der Landesregierung vorbereitet hatten.

Auch in Altenstädt waren 45 Kinder der Tagesstätte Regenbogenland zum Teil mit ihren Eltern und Erzieherinnen unterwegs. Den Müll, den sie im Dorf auflasen, sammelten sie in Plastiksäcken und auf Bollerwagen. Die Regenbogenland-Kinder machten mit ihrer Aktion deutlich, dass Abfall nicht auf Straßen und in den Wald gehört, sondern in Abfalltonnen. Zudem lernten die Mädchen und Jungen dabei spielerisch, wie viel Spaß und Freude aktiver Umweltschutz bereiten kann. Kita-Leiterin Andrea Groß: „Ein sauberes Dorf und eine müllfreie Landschaft sind für die meisten Menschen ein wichtiges Stück Lebensqualität.

Ziel der Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ ist, bei den Kindern das Bewusstsein für eine saubere Landschaft zu schärfen. Dazu gab es im Vorfeld im Regenbogenland für die Kinder eine dreiwöchige Projektarbeit zum Thema Müll. Dabei lernten die Mädchen und Jungen nicht nur den Umgang mit Abfall, seine Trennung und teilweise Wiederverwertung, sondern auch, dass die Entsorgungsskosten stetig ansteigen. Jährlich geben die hessischen Kommunen dafür über 200 Millionen Euro für die Reinigung im öffentlichen Raum aus. Wenn die Bürger ein größeres Umweltbewusstsein an den Tag legen würden, könnte ein großer Teil dieses Geldes eingespart und sinnvoller in Schulen und Kindergärten eingesetzt werden.

An der Aktion „Sauberhafter Kindertag“ beteiligten sich ebenfalls im Altkreis Wolfhagen die Kitas in Balhorn, Istha und Niederelsungen. (zhf/zih)

Quelle: HNA

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