Am Lagerfeuer

Kita-Kinder hören spannende Geschichten bei den Naturfreunden

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Die Kinder des Kita Hummelnest lauschen der Geschichte von Tomte Tummetott, die Märchenfrau Erika Ochse und ihr Assistent Walter Brixel in der Hütte der Naturfreunde Bad Emstal erzählen.

Da staunten die Knirpse der Kita Hummelnest nicht schlecht, als sie im Haus der Naturfreunde Bad Emstal zu Gast waren. Mittendrin ein großes Lagerfeuer, und auch sonst gab es viel zu entdecken.

Bad Emstal. Nur das Prasseln des brennenden Holzes ist zu hören, als Märchenfrau Erika Ochse eine dramatische Pause einlegt. Sie erzählt den Kindern der Kindertagesstätte Hummelnest die Geschichte von Tomte Tummetott, der nachts über die Tiere und Menschen eines schwedischen Bauernhofs wacht. Die Erzählung ist Teil des Hüttenzaubers den die Naturfreunde Bad Emstal mit und für die Kita Hummelnest veranstaltet.

„Voll gemütlich war das Feuer und die Hütte“, sagt Moritz (6). „Die Geschichte war aber auch toll“, erzählt Lilli (5). Dieser Hüttenzauber war die Auftaktveranstaltung für eine Kooperation zwischen den Naturfreunden Bad Emstal und der Kita. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt Karin Hermann, die Leiterin des Hummelnests, „es ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen sich ehrenamtlich engagieren und den Kindern, noch dazu kostenlos, so viel bieten.“

In der Zukunft wolle man einmal im Monat einen Ausflug zum Naturfreundehaus am Emsberg machen. Ideen und Möglichkeiten gibt es viele. Man könnte im Backhaus backen, den Tümpel der Naturfreunde mit einem Biologen erkunden, töpfern und im Sommer vielleicht sogar im Naturfreundehaus übernachten.

„Es gibt den Kindern, die Möglichkeit, sich in der Natur auszutoben“, sagt Hermann. Man wolle den Kindern Alternativen zu Playstation und Computerspielen bieten, sagt Ulrich Blanke, der Schriftführer der Naturfreunde Bad Emstal. „Natürlich wollen wir die Kinder nicht nur für die Natur begeistern, sondern auch Nachwuchs rekrutieren“, sagt Kassierer Walter Brixel. „Wir hoffen, dass durch die Kinder auch einige Eltern mit ins Boot geholt werden und sich entscheiden, unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen“, so Brixel weiter.

Die Kinder sind schon einmal überzeugt von den Möglichkeiten. Nachdem die Geschichte von Tomte erzählt ist, dürfen sich die Kinder ein bisschen austoben. „Den Spielplatz haben wir schon öfter besucht, den finden die Kinder super“, sagt Erzieherin Johanna Reitze.

Nachdem die Zwei- bis Sechsjährigen das Gelände unsicher gemacht haben, gibt es eine kleine Führung durch das Naturfreundehaus. In den Übernachtungsräumen werden schon mal die Betten verteilt, und die Größe der Naturfreundehaus-Bibliothek mit über 2000 Büchern entlockt den Kinderkehlen ein kollektives „Woah“.

Vor der Besichtigung des Backhauses warnt Walter Brixel die Kinder vor der Backhaushexe. Gespannt schauen er und die mutigsten Kinder durch den Türschlitz. Doch die Hexe scheint ausgeflogen. Der Backofen dafür ist umso beeindruckender, „viel, viel größer als zuhause“, sagt Mia (3).

Der sechsjährige Leo schlägt vor, man solle doch gleich morgen wieder kommen, um Bücher auszuleihen. Ganz so schnell wird es nicht gehen, sagt Hermann, aber Anfang Februar ist es wieder so weit, was dann passiert ist allerdings eine Überraschung.

Von Michaela Pflug

Quelle: HNA

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