Körle soll bis Ende des Jahres ans Klärwerk angeschlossen werden

Körle. Die Bauarbeiten für den Anschluss Körles an das Melsunger Klärwerk sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das kündigten Bürgermeister Mario Gerhold und Manfred Zenker vom Bauamt bei einem Rundgang über die Baustelle an.

Im Dezember 2012 war Gerhold noch davon ausgegangen, dass die Anlage bereits im September in Betrieb genommen werden könnte. Später wurde der Termin auf November verschoben. Verzögerungen habe es gegeben, weil die Fulda zweimal unterquert werden musste, erklärte Bürgermeister Gerhold: Dabei sei man auf hartes Gestein gestoßen.

Aktualisiert um 15 Uhr

Jetzt aber befinden sich die Bauarbeiten im Endspurt. Die 4,5 Kilometer lange Abwasserleitung bis nach Röhrenfurth ist verlegt. Auch das Pumpwerk soll noch diese Woche betriebsfertig sein. Das kleine Häuschen wirkt unscheinbar doch darunter befindet sich ein Bau, der sechs Meter tief in die Erde reicht. Im Keller befinden sich die Druckbehälter, darin wird das Abwasser gesammelt und mit Luftdruck in die Leitung Richtung Melsungen befördert.

Ist das Pumpwerk fertig, fehlen nur noch die acht Revisionsschächte: Sie werden entlang der Abwasserleitung in den Boden eingelassen. "Diese Schächte sind notwendig, damit man die Abwasserleitung zwischendurch durchspülen kann", erklärt Manfred Zenker. Wegen dieser Schächte wird nun an einigen Stellen, wie zuletzt im Wiesenweg, erneut der Boden aufgerissen. Auch der Verbindungskanal zwischen dem Regenrückhaltebecken, das sich unter dem Wiesenweg und der angrenzenden Straße befindet, wird erneuert.

Der Wiesenweg, der viel von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird, soll noch in diesem Jahr einen neuen Bodenbelag bekommen, sagte Bürgermeister Gerhold.

Die Kosten für den Klärwerkanschluss belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. Der Bau einer neuen Kläranlage in Körle hätte 2,9 Millionen Euro gekostet. Die jetzige Kläranlage ist mehr als 40 Jahre alt, deshalb musste Ersatz her.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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