350 Besucher waren begeistert

Klangreise im Wolfhager Land fand nach 32 Konzerten ihren Abschluss

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Chorgesang aus dem Altarraum der Stadtkirche Wolfhagen: Der Projektchor II sang beim Abschlusskonzert der Veranstaltungsreihe Klangreise unter der Leitung von Kantor Bernd Geiersbach. Der gesamte Kirchenraum wurde für die 350 Besucher zum Konzertraum.  

Wolfhagen. Die Kraft der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy zurück in die Kirche führen. Mit diesem Eindruck zeigte sich die groß aufgelegte 32. Station als Abschlussveranstaltung der Konzertreihe „Klangreise“ in der evangelischen Stadtkirche in Wolfhagen.

Organisator der Konzertreihe im Altkreis Wolfhagen, Kantor Bernd Geiersbach, bekräftigte seine Herzensangelegenheit in einem szenischem Spiel mit Dekan Dr. Gernot Gerlach. Bei diesem Dialog schlüpfte der Dekan in die Rolle Ignaz Moscheles, eines Freundes Mendelssohns. Der Dekan überzeugte in seinem bürgerlichen Anzug aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der gesamte Kirchenraum wurde als Konzertraum genutzt. Vorkopf im Altarraum saßen gut 50 Sänger des Chor II wie in einem Amphitheater, das Streichorchester davor im Vorraum platziert, auch die Solisten und Dirigent Geiersbach fanden Platz. Gegenüber auf der Orgelempore an den Rändern drängten sich Chor I mit ebenfalls 50 Sängern, das Blasorchester in der Mitte und zwei Pauken. An den Seitenflügeln im Zuschauerraum stand jeweils eine kleine Bühne mit einem elektronischem Klavier ausgestattet.

So erlebten die 350 Zuschauer in der ausgefüllten Kirche nicht nur einen unterhaltsamen Abend, sondern eine würdige Feierstunde mit der melodienreichen und harmonischen Musik. Mit weichen und warmen Tönen erstrahlte von der Empore der Chor und das Blasorchester mit der Kantate „O Jesu Christe, wahres Licht“, nachdem zu Beginn die Musiker und Sänger vom Altarraum aus „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ vorgetragen hatten. Ein Kopf-um-drehen einiger Zuhörer war unumgänglich.

Geschmackvoll intonierend zeigten sich die zwei Solisten beim Schnelldurchlauf zur Wahl eines Publikumsfavoriten aus 14 unbekannteren Kirchenliedern: Ulrike Salwiczek (Sopran) und Florian Brunzt (Bariton). So wurden die vier Spielstätten in der Kirche genutzt, um die Lieder in Kurzfassungen abwechselnd im Kreis vorzutragen. Die kurze Nachhallzeit sorgte dabei für eine verständliche Akustik.

Teppich als Erinnerung

Nach einem klar definierten ersten kirchenmusikalischen Teil wurden einzelne Projekte der „Klangreise“ vorgestellt. Nach der zum Schmunzeln anregenden Erzählung von Manfred Werner zu Eindrücken beim Verteilen von Webfäden vor den Kirchen gab es einen ersten Applaus. „Die Weberin“, Katharina Habich, zeigte ein von ihr selbst erstelltes Textilobjekt. 32 dieser Textilien werden zu einem Teppich zusammengenäht, an dem Etiketten an die unterschiedlichen Austragungsorte erinnern werden.

Mit dem A-capella Chor „House Core“ aus Kassel unter der Leitung von Christian Arndt endete der weltliche Teil mit einen rhythmischen „dab-dab-dadab … üh dab“. Das Liedende der elf Sänger bei einer modernen Bearbeitung von Mendelssohns „O Täler weit, o Höhen“ führte zu weiterem Applaus. Mit dem Gewinnerlied „Lobt und preist die Taten des Herrn“ ging nach knapp zwei Stunden ein bewegender Abend zu Ende, bei dem die Musik die Seele streichelte.

Quelle: HNA

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