Die Orgel der St. Michaeliskirche in Kleinenglis wird mit Fördergeld restauriert

Ein klangvolles Denkmal

Spenden, ein Kalender und eine CD: bei der Übergabe von links Renate Zauner, Hartmut Landau, Prof. Dr. Gerd Weiß, Jan-Hendrik Amrhein, Thomas Wurzel, Sebastian Ossadnik, Wilhelm Block, Ute Stey, Bernhard Buchstab, Klaus Pust, Johanna Appel, Reiner Volgmann, Friedrich Scheld, Rosi Riehl und Helmut Werner, vorne Pfarrerin Vera Seebaß. Foto: Hintzmann

Kleinenglis. Orgeln sind Denkmale der Musik und der Instrumententechnik. Ein solches Denkmal steht in der Evangelischen Kirche in Kleinenglis und wird zurzeit über ein Förderprogramm restauriert. Jetzt nahm Pfarrerin Seebaß die Zusage über 10 000 Euro entgegen.

Das Geld kommt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Landesamt für Denkmalpflege. Diese beiden Institutionen werfen Stiftungsgeld in einen gemeinsamen Topf, um historische Orgeln für die Nachwelt zu erhalten.

Sie steht in einer Werkstatt

Vor einem Jahr war die Kleinengliser Orgel ausgebaut und in eine Werkstatt gebracht worden. Wenn alles klappt, soll sie im Frühjahr wieder an ihrem angestammten Platz eingebaut werden.

Eine Orgel stelle immer einen besonderen Wert dar, sagte Professor Dr. Gerd Weiß, Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege aus Wiesbaden: Jede habe ihren eigenen Klang, Nun stünden die Restauratoren vor der Herausforderung, diesen Originalklang wieder herzustellen.

Dennoch sei es aus finanzieller Sicht unmöglich, jede sanierungsbedürftige Orgel im Land zu retten, erklärte Ute Stey von der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Für solche historischen und damit bedeutungsvollen Orgeln allerdings wie die Kleinengliser gebe es Förderprogramme. Sparkassendirektor Hartmut Landau erklärte zum Engagement seines Hauses: „Wir können und wollen Kultur gestalten und geben dafür gerne Geld.“

Die Orgel in der Evangelischen Kirche von Kleinenglis wurde ursprünglich 1813 von Adam Joseph Oestreich für die Kirche des Ursulinenklosters in Fritzlar gebaut. 1877 kam sie nach Großenenglis. 1974 wurde sie dort abgebaut und bei einem Orgelbauer eingelagert. Seit 1997 befand sie sich in der Kleinengliser Kirche. Bald soll sie in alter Schönheit neu erklingen.

von Gunda Hintzmann

Quelle: HNA

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