Oberaulaer Gemeindevertretung beschließt weitere Sanierung des Waldschwimmbades

Ein klares Ja zum Erhalt

Soll auch in Zukunft erhalten bleiben: Die Oberaulaer Gemeindevertreter haben einen Grundsatzbeschluss zur weiteren Sanierung des Waldschwimmbades gefasst. Dafür ziehen sie auch Steuererhöhungen in Betracht. Foto: nh

Oberaula. Trotz knapper Kassen und Sparzwängen soll das Oberaulaer Waldschwimmbad erhalten werden. Einstimmig haben die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Montagabend in Friedigerode einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst, nach dem in den kommenden Jahren die Filteranlage inklusive Einströmdüsen, Beckenfolie und Kinderbecken erneuert werden.

Mit diesem Grundsatzbeschluss setzt die Gemeinde nach Ansicht von Bürgermeister Klaus Wagner den Weg fort, der 2008 eingeschlagen wurde. Eine halbe Millionen Euro – nicht nur aus Eigenmitteln der Gemeinde – sei seither in das Schwimmbad investiert worden. „Schon damals war klar, dass das nur ein Teil sein wird“, verdeutlichte der Rathauschef. Das konkrete Volumen sowie eine sinnvolle Reihenfolge für die Arbeiten soll erst nach dem Grundsatzbeschluss von einem Fachbüro ermittelt werden, weshalb die Beschlussvorlage nur wenige konkrete Zahlen enthielt.

Zusatzheizung

Als erste Maßnahme ist für das kommende Jahr der Einbau einer gasbetriebenen Zusatzheizung für maximal 15 000 angedacht. Außerdem sollen bis dahin die Detailplanung und ein Gesamtfinanzierungskonzept stehen. Rund 361 500 Euro erwartet die Gemeinde aus dem Investitionsprogramm von Land und Bund. Der Eigenanteil dabei beträgt zehn bis 20 Prozent. Noch sei aber nicht klar, welcher Anteil für das Schwimmbad verwendet werden dürfe, erklärte der Rathauschef. Für den Erhalt des im Jahr 1928 eröffneten Bades zieht die Gemeinde neben Leader-Fördermitteln und Spendenaufrufen durch den Förderverein zur Finanzierung auch Gebühren- oder Steuererhöhungen in Betracht. Für die CDU-Fraktion sah Marcus Schug in dem Bad nicht nur eine wichtige Einrichtung für das soziale Leben. Er verwies auch auf Studien, nach denen immer weniger Kinder schwimmen können – was auch an fehlenden Möglichkeiten liege. „Einmal geschlossen bleiben diese Einrichtungen in der Regel immer zu“, verdeutlichte er.

Diesen Argumenten schloss sich für die SPD auch Marianne Hühn an, die gleichzeitig aber mahnte: „Bei der Finanzierung werden wir kreativ sein müssen“. So gelte es, auch Mittel aus der Tourismusförderung aufzutun.

Um die Sanierung zu stemmen, werde es nicht ohne Kredit gehen, prophezeite die Sozialdemokratin. Den genehmige die Kommunalaufsicht aber nur, wenn die Gemeinde bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorlege. „Erst dann wird klar, ob wir das Bad wirklich erhalten können“, so Hühn.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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