Gemeindevertreter sind für die Fortführung des Angebots auch ohne die Kirche

Klares Ja zur Jugendpflege

Körle. „Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“ - diese Sprichwort zitierte Körles Bürgermeister Mario Gerhold am Donnerstag in der Gemeindevertretersitzung, als es darum ging, wie es mit der kommunalen Jugendpflege weiter gehen kann. Dass es weiter gehen muss, dafür sprachen sich die Fraktionen einstimmig aus.

Wie berichtet, hatte die Evangelische Kirchengemeinde Körle im Sommer angekündigt, dass sie sich unter anderem aus finanziellen Gründen als Kooperationspartner aus der kommunalen Jugendpflege zurückziehen werde. Damit bleiben als Träger der kommunalen Jugendpflege der Schwalm-Eder-Kreis und die Gemeinde Körle. In Zahlen ausgedrückt fehlen künftig 9000 Euro bei den Personalkosten.

Eine Interessengruppe hatte sich nun mit Möglichkeiten beschäftigt, um die kommunale Jugendpflege auch ohne die Kirche stemmen zu können. Das dabei entstandene Eckpunktepapier stellte Gerhold am Donnerstag den Gemeindevertretern vor. • Zur finanziellen und ideellen Unterstützung wird noch in diesem Jahr ein Förderverein Jugendpflege gegründet werden (siehe Artikel rechts). • Es soll weiterhin einen offenen Jugendtreff an einem zentralen Ort in der Gemeinde gegeben. Wo dieser Ort sein wird, ist noch nicht klar. Sicher ist nur, dass die bisherigen Räume im Gemeindehaus im Lärchenweg maximal bis Ende Februar nächsten Jahres genutzt werden können. • Das Angebot der Jugendpflege solle sich künftig an 6- bis 27-Jährige richten und auch für Erwachsene offen sein. Die Angebote sollen aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Weiterbildung bestehen und es soll Möglichkeiten zur Mitbestimmung geben. • Es sind eine Kooperation mit der Grundschule und eine engere Zusammenarbeit mit den Vereinen geplant. (kam)

Quelle: HNA

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