Gemeindevertreter beschließen Vertrag für Windpark Rhödaer Holz Breuna GmbH

Breuna: Klares Ja zur Windenergie

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Klares Votum: Der Windpark Rhödaer Holz Breuna GmbH wurde von den Gemeindevertretern auf den Weg gebracht (hier eine Aufnahme der bestehenden Windräder zwischen Wettesingen und Breuna).

Breuna. Die Gemeindevertretung Breuna machte mit ihrem Beschluss zum Gesellschaftervertrag den Weg frei für den „Windpark Rhödaer Holz Breuna GmbH“.

Genau wie die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien (VEW) aus Waldeck-Frankenberg, wird sich die Gemeinde mit 50.000 Euro am Stammkapital beteiligen, die außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

Beim beschlossenen Betriebsmodell wird es die Möglichkeit für Breunaer Bürger geben, sich bei einer Genossenschaft durch den Kauf von Anteilen zu beteiligen.

Ebenfalls auf den Weg brachten die Politiker per einstimmigen Beschluss des Bebauungsplans das Sondergebiet Bioenergie Wettesingen. Das ehrgeizige Ziel des Projektes lautet, Wettesingen mittelfristig zum größten Bioenergie-Dorf Deutschlands und unabhängig von Öl und Gas zu machen.

Kein Fracking in Breuna

Eine klare Absage mit deutlichen Stellungnahmen von Bürgermeister Henkelmann sowie den Fraktionsvorsitzenden Marlies Weymann-Flörke (SPD) und Friedhelm Becker (CDU) erteilten die Mitglieder den Probebohrungen zur geplanten Erkundung von Schiefergas im so genannten Fracking-Verfahren.

Fazit: Die unabwägbaren Risiken im Bezug auf die Umwelt und insbesondere das Grundwasser stünden in keinem Verhältnis. Damit schließt sich die Gemeinde dem Grundsatzbeschluss des Landkreises Kassel an.

Nach dem Austritt aus dem Gasversorgungszweckverband Kassel entschieden die Politiker, die Gaskonzession an die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) zu vergeben. Im Gegensatz zum Mitbewerber Eon Mitte stellte die EWF zumindest in Aussicht, die Orte Wettesingen, Nieder- und Oberlistingen mit Erdgas zu versorgen.

Gebührenerhöhung

Erfreulich stellte sich der Finanzbericht des ersten Halbjahres 2012 dar: Die Erträge und Aufwendungen liegen bei fast allen Positionennah am Haushaltsansatz. Ein Nachtrag wird nach jetzigem Sachstand nicht notwendig sein. Wie sich die Wasser- und Abwassergebühren der Gemeinde verändern, ist noch unklar. Klar ist aber, dass eine Gebührenerhöhung erfolgen muss, der Antrag wird aber aufgrund von weiterem Beratungsbedarf erst in der nächsten Sitzung der Parlamentarier entschieden.

Quelle: HNA

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