Lehrerkonzert der Musikschule Schwalm Eder in der Klosterkirche

Klassik trifft Jazz und Blues

Spielten auf: Von links Peer Schlechta, Anja Schmidt, Alexander Wege, Markus Klöpfel, Inga Klöpfel, Ingrid Schmidt, Werner Kiefer, Michael Herud, Rainer Matthias und Jürgen Appel Foto: Knauff/zkk

Spieskappel. Eine musikalische Reise vom Zeitalter des Barock bis hin zu Jazz und Blues erlebten die Zuhörer am Sonntagabend in der Klosterkirche in Spieskappel erleben: Es spielten die die Lehrer der Musikschule Schwalm-Eder.

In diesem Jahr war die Wahl auf die Klosterkirche gefallen. „Wir sind sehr froh, hier spielen zu dürfen, da durch die gute Akustik und das große räumliche Angebot viele Möglichkeiten eröffnet werden“, so die Musikschulleiterin Inga Klöpfel.

Die verschiedenen Ensembles bespielten die komplette Kirche. Sie hatten sich vom Altarraum über die Empore und das Mittelschiff überall verteilt, um den Zuhörern ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis zu bieten.

Zu hören gab es solistische- und kammermusikalische Werke für Streicher und Holzbläser. Die Musiker hatten ein buntes Programm ausgearbeitet, das die Zuhörer auf den gut gefüllten Kirchenbänken durch insgesamt vier Jahrhunderte Musikgeschichte führte.

Anja Schmidt und Peer Schlechta, der die Lehrer der Musikschule am Sonntag als Gast unterstützte, läuteten das Konzert mit drei Stücken für das Cello und die Orgel von dem Komponisten Joseph Rheinberger ein. Das Cello schwebte harmonisch über den Klängen der Orgel und füllte die Kirche mit der sanften Melodie. Die Zuhörer applaudierten eifrig und der Einstieg in den Abend war gelungen.

Wissenswertes zur Musik

Die Leiterin der Schule Inga Klöpfel begeisterte nicht nur musikalisch, sondern wusste auch viel Wissenswertes über die dargebrachten Lieder zu berichten. So hat das Stück La Follia schon so einige Komponisten zu Variationen angeregt. Ursprünglich war es für die Violine geschrieben, aber schon bald entstanden zahlreiche andere Ausführungen. Inga Klöpfel spielte es auf der Blockflöte begleitet von Markus Klöpfel an der Orgel.

Die Musikerin trug auch ein Stück von Jacob van Eyck vor. Der niederländische Komponist war blind. Er spielte seine Variationen von bestehenden Werken einem Gehilfen vor und ließ diese aufschreiben. Hauptberuflich war er Glockenspieler in Utrecht. Dort erfreute er auch vom Kirchturm aus Fußgänger mit seinen Flötenstücken. Doch es gab nicht nur instrumentale Werke zu hören, auch der Gesang kam nicht zu kurz. Jürgen Appel trug begleitet von Markus Klöpfel an der Orgel das Ave verum von Mozart und Panis angelicus in der Version von César Franck vor.

„Wir haben uns die ganze Zeit gefragt, wie wir jetzt zu unserer Musik überleiten. Fangen wir doch mal damit an, dass ein Mitglied von uns einen Hörsturz hatte, das ist für Musiker denkbar schlecht“, mit diesen Worten stellte sich das Trio NeoOrleo vor.

Die Musiker spielten Stücke aus Jazz und Blues und rundeten damit das musikalische Spektrum des Abends auf mutige, ungewöhnliche, aber sehr gelungene Weise ab.

Von Kristian Knauff

Quelle: HNA

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