Klaus Tümmler: Abschied vom Prädikantenamt

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Der Abschied: Die Kirchengemeinde Sipperhausen bedankt sich bei Prädikant Klaus Tümmler (links) für acht Jahre seelsorgerischen Dienst mit einem Aquarell des Mosheimer Künstlers Lutz Lobert. Rechts: Pfarrerin Gudrun Ostheim.

Sipperhausen. Prädikant Klaus Tümmler ist in Sipperhausen aus der seelsorgerischen Tätigkeit in der Kirchengemeinde verabschiedet worden. Pfarrerin Gudrun Ostheim würdigte die Leistungen des 75-Jährigen und seine Wesensmerkmale: Bescheidenheit, Unaufdringlichkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit.

Die Liturgie entsprach dem Stil, den Tümmler in den acht Jahren seines Mitwirkens in der Hochlandgemeinde geprägt hat. Die Prädikantinnen Elke Tümmler, Ehefrau des Geehrten, und Heike Lesch lasen die Predigt, die der Kirchenmann verfasst hatte. In einer Auslegung von Texten aus dem zur Weisheitsliteratur gezählten, alttestamentlichen Buch von Jesus Schirach machte er Mut, beherzt und ohne Angst in die Zukunft zu schauen.

Aquarell als Geschenk

„Sollen wir Gott loben -auch für die unter künstlichen Bedingungen angebaute Gen-Tomate? Sollen wir ihm danken - auch für die wohlschmeckende Speise, deren Aromata durch die Lebensmitteltechnik zugesetzt worden sind?“, hieß es. Tümmlers Antwort in der Predigt fiel eindeutig aus: Jeder Fortschritt sei auch im Willen Gottes begründet.

Pfarrerin Ostheim sparte ebenso wie die Dekanin des Kirchenkreises Homberg, Sabine Tümmler, nicht mit Lob. „Sie gehen, weil das Alter gekommen ist und die Sprache am Abend des Lebens zu gehen droht“, umschrieb die Sipperhäuser Geistliche den gesundheitlich bedingten Abschied von der Gemeindearbeit. Ein Aquarell mit der Sipperhäuser Kirche aus der Werkstatt des Mosheimer Künstlers Lutz Lobert war der sichtbare Dank der Kirchengemeinde. Dazu kam ein mit Bibelzitat und Foto gezierte Torte und mehrere Blumensträuße.

„Mit Phantasie und Liebe warst Du tätig“, schloss Tümmlers Schwiegertochter und erinnerte an die vielen Sonn- und Feiertage und die von „Wechselfällen des Lebens“ bestimmten Termine, an denen er den Menschen das Wort Gottes verkündet habe. Die Dekanin dankte im Namen des Evangelischen Kirchenkreises Homberg.

Im selben Gottesdienst verabschiedeten die Sipperhäuser Protestanten ihre langjährige Kastenmeisterin Irene Schäfer. Gudrun Ostheim beschrieb deren Zuverlässigkeit und Sorgfalt in einem Amt, das sie über 27 Jahre ausgeübt hatte und dankte für ihre Beständigkeit und Treue.

Als Abschiedsgeschenk erhielt auch sie ein Aquarell mit einer Ansicht von Sipperhausen.

Den musikalischen Rahmen der Feier geben Organist Uwe Range, der „Kleine Chor Ostheim“ und der Posaunenchor der Kirchengemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst folgten viele Besucher der Einladung zum Neujahrsempfang im Gemeinderaum des Pfarramtes. (zho)

Quelle: HNA

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