Klausurtagung des Pomologen-Vereins in Naumburg zum Erhalt alter Obstsorten

Gute Gespräche, fruchtbare Zusammenarbeit: Zum wiederholten Mal haben sich Mitglieder des Pomologen-Vereins am Wochenende zu ihrer Klausurtagung in Naumburg getroffen. Das Bild zeigt einige von ihnen am Sonntag vor der ver.di-Bildungsstätte, wo die Tagung stattfand. Fotos: Deutschländer

Naumburg. Um alte Obstsorten zu erhalten, vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu profitieren und auch jüngeren Generationen ein Bewusstsein für das Ökosystem zu vermitteln, haben sich am Wochenende rund 50 Pomologen (Obstbaukunde) aus ganz Deutschland in Naumburg getroffen.

Dort fand in der ver.di-Bildungsstätte die Klausurtagung des Pomologen-Vereins statt.

In Niedersachsen gegründet, hat dieser seine Anliegen durch Landesgruppen inzwischen bundesweit bekannt gemacht. So auch in Hessen, wo die Pomologen ihre Tagung auch Dank der Organisation von Claudia Thöne, die zugleich Schriftführerin des Vereins ist, bereits zum wiederholten Male abgehalten haben. „Dass wir hier in der Mitte Deutschlands sind, kommt uns natürlich sehr entgegen“, erklärte Sabine Fortak, stellvertretende Vorsitzende des Pomologen-Vereins.

Sie leiten die Geschicke des Pomologen-Vereins: (von links) Vorsitzender Michael Ruhnau, Schriftführerin Claudia Thöne, stellvertretende Vorsitzende Sabine Fortak, Geschäftsführer Ulrich Kubina und zweiter stellvertretender Vorsitzender Dag Hornbacher bei der Klausurtagung in Naumburg.

Mit dabei war auch Beate Holderied, die das bundesweit erfolgreiche Projekt „Streuobst-Pädagogik“ vorstellte. In Baden-Württemberg gestartet, sind im Rahmen des Projekts bereits 150 Streuobstpädagogen - vom Studenten bis zum Rentner - ausgebildet worden. „Wir gehen mit Kindern an die frische Luft und machen ihnen den Kreislauf des Ökosystems mit allen Sinnen begreifbar“, sagte Holderied. Das helfe, Streuobstwiesen zu erhalten. Die Schüler seien mit Begeisterung dabei - „bei den 18- bis 55-Jährigen ist das eher nicht der Fall“, betonte sie.

Auf einen möglichen Projektstart in Hessen angesprochen, zeigte Beate Holderied sich offen. „Mit den entsprechenden Partnern setzen wir das auch hier gerne um.“ Beispiele wie dieses zeigen die Vielseitigkeit, die von der Tagung am Wochenende ausging.

„Während wir uns lange Zeit mit Äpfeln beschäftigt haben, stand in diesem Jahr auch die Auseinandersetzung mit Birnen, Kirschen, Johannisbeeren und Nüssen auf dem Programm“, erklärte Sabine Fortak.

Hinzu komme die Beschäftigung mit Pflanzenkrankheiten, der der Verein sich angenommen habe. (ld)

Quelle: HNA

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