Warme Kinderkleidung fehlt

Kleiderkammer braucht Spenden für Flüchtlinge

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Ausgabe in der Kleiderkammer: Bärbel Lindemann (von links) hat Nesrin Hasso für die viermonatige Pella (vorne) ein paar Babysachen herausgesucht. Die sechsjährige Annaita hilft ihrer Mutter Amana Saberi in der Kleiderkammer.

Wolfhagen. Punkt 14 Uhr öffnen die Türen der Kleiderkammer im Keller von Haus sieben in der Flüchtlingsunterkunft Pommernanlage. Fein säuberlich und nach Größen sortiert, liegen winzige Baby-Strampler, Höschen und Pullover in den Regalen.

Mit den sinkenden Temperaturen ist der Bedarf an warmen Kindersachen besonders groß. Einige Neuankömmlinge sind das erste Mal hier. Die junge Syrerin Nesrin Hasso lebt schon seit einigen Monaten in der Pommernanlage und sucht für ihre vier Monate alte Tochter Pella warme Strampler. Sie wird dank der Hilfe der beiden Ehrenamtlichen Brigitte Thielemann und Bärbel Lindemann schnell fündig.

Seit gut drei Jahren engagieren sich die beiden Wolfhagerinnen Brigitte Thielemann und Bärbel Lindemann in der Kleiderkammer für Flüchtlinge in der Pommernanlage. Sie sortieren nicht nur die Sachen, sondern bessern hier und da auch mal eine Naht aus und tauschen einen Reißverschluss.

Mit viel Herzblut und Engagement haben die beiden die Kleiderkammer aufgebaut. „Im Dezember 2014 haben wir damit begonnen, die Halle, in der säckeweise Kleidung lagerte, nach und nach zu sortieren. Zunächst mussten wir Regale organisieren, um die Kleidung auch präsentieren zu können. Wir wollten helfen und suchten nach einer Möglichkeit, uns einzubringen“, berichtet Brigitte Thielemann.

Anfangs gab es auch Kleidung für Erwachsene, doch dies konnten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen mit den steigenden Flüchtlingszahlen nicht mehr schultern. Inzwischen arbeitet die Afghanin Amana Saberi regelmäßig ehrenamtlich mit.

„Es hat sich bewährt, dass wir in erster Linie Kindersachen ausgeben“, betont Bärbel Lindemann. „Was wir jetzt dringend brauchen, ist Nachschub an warmen Baby- und Kindersachen. Vor allem warme Hosen, dicke Jacken, Schals, Mützen und Handschuhe ab Größe 86.“ Die Sachen sollten sauber und ohne Löcher sein. „Auch Babysachen sind sehr gefragt, wir nehmen alles ab Größe 56.“

Haushaltsgegenstände werden ebenfalls gebraucht: Handtücher, Bettwäsche, Gläser, Teller, Tassen, Besteck. Koffer und Reisetaschen sind besonders wichtig, wenn die Familien in ihre eigene Wohnung ziehen. Auch Sportschuhe für Erwachsene in allen Größen werden gerne entgegengenommen.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen haben noch ein anderes Anliegen: „Wir freuen uns über weitere helfende Hände bei der Sortierung und Ausgabe. Die Annahme findet immer dienstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt und die Ausgabe donnerstags von 14 bis 16 Uhr“, sagt Brigitte Thielemann. (nh)

Weitere Informationen bei Bärbel Lindemann unter Rufnummer 05692 / 99 49 56 oder Brigitte Thielemann unter Rufnummer 05692 / 99 66 766.

Quelle: HNA

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