1500 Fans pilgerten zum 7. Musikschutzgebiet

Klein, wild und euphorisch

Einer der Hauptacts: Die Jungs von Frittenbude sorgten am Samstagabend für beste Stimmung beim Musikschutzgebiet. Foto: nh

Hombergshausen. Von den 1724 Festivals in Deutschland ist das Musikschutzgebiet-Festival auf dem Grünhof bei Homberg zwar nur ein eher Kleines, in Nordhessen aber doch ein ganz Großes. Das bewies die siebte Auflage des „MSG“ am vergangenen Wochenende. Mit 1500 Besuchern meldete der Veranstalter „ausverkauft“.

Bereits am Donnerstag waren die ersten Festival-Anhänger zum Grünhof bei Hombergshausen gewandert und hatten dort ihre Zelte aufgeschlagen. Bei lauen Sommertemperaturen lockten an vier Tagen 29 Bands die Musikfans nahezu aller Altersgruppen an. Nicht nur Teenies, sondern auch die älteren Besucher kamen auf ihre Kosten.

Die Mischung aus lokalen, nationalen und internationalen Bands zog nicht nur Festivalgänger aus der Region, sondern auch aus England, Finnland und den USA an. Bei dem bunt gemischten Musikprogramm, das von Elektro und Indie über HipHop und Punk bis Ska und Funk und Pop reichte, war für jeden Geschmack etwas dabei. Präsentiert wurde das Ganze auf einer Open-Air-Bühne und in der Scheune des Grünhofs. Direkt neben dem Festivalgelände nutzten alle, die noch einen Zeltplatz hatten ergattern können, die Chance zu campen.

Familiäre Atmosphäre

Was die Gäste wohl am meisten schätzten, war die familiäre Atmosphäre des MSG. Doch obwohl das Festival eher überschaubar ist, herrschte eine euphorische Stimmung, die alle mitzog.

Der Musikschutzgebietverein arbeitet gemeinnützig und besteht aus 25 ehrenamtlichen Mitgliedern. 75 weitere unentgeltliche Helfer kümmern sich schon seit sieben Jahren um Planung und Organisation, die Werbung und die Bewirtung und vor allem auch um den Auf- und Abbau des Festivals.

Zirkusworkshop und mehr

Es gab am langen Himmelfahrtswochenende längst nicht nur Musik am Grünhof. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, an einem Zirkusworkshop teilzunehmen, auf einer Mini-Rampe ihre Skatetricks zu präsentieren oder in einem HipHop-Wettkampf ihr Bestes zu geben. Außerdem konnte man über das gesamte Wochenende die Ausstellung regionaler Künstler ansehen.

Den musikalischen Auftakt machten am Freitag Spit aus Kassel. Die HipHopper von Dickes B! testeten erst einmal die Sportlichkeit der Festivalbesucher, und für den Höhepunkt des Freitagabend sorgten die Scanners aus London, die ihre eigene Fangruppe von der Insel mitgebracht hatte. Auf der Aftershowparty sorgten DJ Scratchiatella und Empire Soundsystem für einen funkigen Abschluss.

Am Samstagabend spielten unter anderem die Ska-Legenden Wisecräcker, die Franzosen von Electric Suicide Club und die Schweden Meine Kleine Deutsche ein abwechslungsvolles, Stimmung geladenes Programm. Für den krönenden Abschluss des 13- stündigen Power-Samstags sorgten die Jungs der Indie- Elektro-Band Frittenbude.

Am Sonntagabend endete das 7. Musikschutzgebietfestival unter anderem mit den Auftritten von Nadine Fingerhut, Goodfellas und Dark Vatter.

Unter den Festivalbesuchern herrschte große Einigkeit: 2012 wollen sie zum achten Festival wiederkommen. Weitere Infos im Netz unter www.musikschutzgebiet.de

Von Kerstin Vogel

Quelle: HNA

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