Kinderzirkus „Rand und Band“ mit der Jahresgala im Bürgerhaus Zierenberg

Kleine und große Wunder

Zirkutopia: Eindrucksvolles Marionettenspiel. Anna Homberger (hinten) und Alexandra Schröter. Fotos:  zhf

ZIERENBERG. Der Geruch frischen Popcorns machte sich am Sonntagnachmittag im Bürgerhaus breit, während Leierkastenmann Manfred Eisberg die Gäste mit seinen fröhlichen Klängen begrüßte.

Die waren schnell in Zirkusstimmung und freuten sich auf die kleinen und großen Wunder, die dank des Vereins Zirkutopia auf sie warten sollten. Schirmherrin und Vizelandrätin Susanne Selbert wusste die Spannung noch anzuheizen, sprach von „Dingen, die es vielleicht in der realen Welt gar nicht gibt“. Und tatsächlich: kaum ausgesprochen, verblasste Eisbergs Leierkastenmusik und die Melodie einer Spieluhr führte die Zuschauer ganz sanft in eine zauberhafte Welt, die Mitglieder des Kinderzirkus „Rand und Band“ in ihrer großen Jahresgala mit Leben füllten.

Das Publikum begleitete den kleinen Paul, erfrischend dargestellt von Mark Woskowsky, und seine Eltern auf einen Ausflug ins Puppenmuseum.

Die Geschichte simpel, die Umsetzung gekonnt: Kaum verabschieden sich Mama und Papa in einen anderen Raum, beginnen die Exponate zu leben. Barbie winkt Paul zu, der Roboter schießt mit einer Wasserpistole um sich und der Zinnsoldat klettert kurzerhand vom Sockel.

Aufgeregt berichtet Paul von seinen Beobachtungen, doch die Eltern wollen ihrem Sohnemann einfach nicht glauben. „Doch, doch, doch“, ruft der Kleine immer wieder aufgeregt, beharrt auf seinen Beobachtungen und fasst einen Entschluss: Der Sache muss auf den Grund gegangen werden. Gemeinsam mit seinem sprechenden Teddybären macht er sich in der Nacht nochmals auf zum Museum, wo ihn ein buntes Zirkustreiben erwartet.

Urkomische Putzfrauen (Lukas Göb und Jan-Henrik Götte) wirbeln mit bunten Poi den Staub auf, Zinnsoldaten lassen Diabolos kreisen und der Museumsdirektor (Vanessa Schmidt) jongliert mit kleinen bunten Bällen.

Fast auf Augenhöhe

Der Ball, auf dem Barbie (Alica Ruckdäschel) balanciert, ist um einiges größer, so dass sie fast auf Augenhöhe ist mit Marionettenspielerin Anna Homberger, die auf Stelzen ihre Puppe (Alexandra Schröter) tanzen lässt. Schwarzlichtnummern, Ringakrobatik, Einradfahren... Die Zuschauer kamen aus dem Staunen gar nicht wieder heraus, fühlten sich merklich wohl in der Puppenwelt. Die wirkte durch eine perfekt abgestimmte Musik, liebevoll dargebotene Artistiknummern und einer Geschichte mit Herz fast schon real.

Fantasie

Beinahe ein wenig schade, dass daheim die Puppen und Stofftiere weiter leblos bleiben. Doch vielleicht müssen sie das gar nicht, denn die Kinder von „Rand und Band“ haben am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was passieren kann, wenn man mal wieder seine Fantasie walten lässt. (zhf)

Quelle: HNA

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