Gruppe um UBL-Chefin Helga Puhl erweckte die Klingelbach zu neuem Leben

Kleines Paradies versinkt nicht

Tretbecken, Grünflächen, Spazierwege: Helga Puhl (rechts) und Cornelia Caliebe inmitten der weitgehend wieder hergestellten Anlage. Foto: Quehl 

Neukirchen. Über 100 Neukirchener setzten im Frühjahr ihre Unterschrift unter die Forderung, die ehemalige Kurparkanlage Klingelbach nicht länger verwildern zu lassen.

Das 1,3 Hektar große Gelände, das in den siebziger Jahre mit Tretbecken, Liegehalle, Bocciabahn, Spazierwegen und Ruheplätze Kurgäste und Spaziergänger anzog, zeigte sich so überwuchert, dass etwa Treppen im Gelände nicht mehr zu erkennen und zu benutzen waren.

Was unmöglich erschien in Zeiten leerer Kassen, machten über den Sommer Helga Puhl und ihr Team von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) möglich. Mit bis zu 17 Freiwilligen der Neukirchener Wählergruppe sowie einigen Anliegern krempelte man die Ärmel hoch, allen voran Horst Knierim, Andreas Gischler, Florian Winter und Werner Fischer. Wie Helga Puhl, Stadtverordnete und UBL-Fraktionschefin, sowie die Anliegerin und Anstoßgeberin Cornelia Caliebe bei einem Ortstermin mit der HNA berichteten, wurde an mehreren Wochenenden vereint zugepackt, um das einstige Prestigeobjekt der Stadt nicht untergehen zu lassen. Helga Puhl: „Wir wollten ein Zeichen setzen, dass man mit Initiative wirklich etwas erreichen kann, und wir haben gezeigt, dass es funktioniert.“ Zu viel habe die Stadt Neukirchen in den zurückliegenden Jahren bereits eingebüßt.

Die Stadt hat die Geräte gestellt, sie wurden von städtischen Mitarbeitern in ihrer Freizeit bedient, erklärte Bürgermeister Klemens Olbrich, das Engagement sei nur zu begrüßen. Und einer der beiden verschlammten Teiche wurde bereits von den Stadtwerken saniert, der andere soll folgen.

Was den Erhalt des Geleisteten angeht, sind die beiden Neukirchenerinnen zuversichtlich. Im nächsten Frühjahr soll es sogar mit neuen Verschönerungsarbeiten etwa am Armtauchbecken weiter gehen. (aqu)

Quelle: HNA

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