Ein Kleinflugzeug stürzte ab: Schwalmstädter Feuerwehren probten den Ernstfall

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Flugzeugwrack in spe: Ein alter VW-Golf diente den Feuerwehrleuten aus Treysa und Ziegenhain zur Simulation eines abgestürzten Kleinfliegers.

Schwalmstadt. Am Donnerstagabend erschütterte Treysa eine Explosion. Eine schwarzen Rauchsäule stieg in den Himmel. Kurz darauf heulten die Sirenen im Stadtgebiet und Feuerwehrfahrzeuge bahnten sich ihren Weg zur abgelegenen Einsatzstelle. Das war das Ausgangsszenario für die traditionelle Gründonnerstags-Übung der Feuerwehren Treysa und Ziegenhain.

Was war passiert: Ein Kleinflugzeug stürzte in den frühen Abendstunden vermutlich aufgrund technischer Schwierigkeiten im Bereich des Schwalmbergs ab, explodierte und löste dabei einen Waldbrand aus. Bei dem Absturz wurden zahlreiche Menschen verletzt. Soweit das Szenario.

Treysas Wehrführer Björn Bachmann hatte sich in diesem Jahr die anspruchsvolle Einsatzübung ausgedacht und mithilfe des Pyrotechnikers Lars Röse aus Homberg und fünf Verletzendarstellern aus den Reihen der Jugendfeuerwehr überaus effektvoll und realistisch in Szene gesetzt.

Bilder der Übung:

Gründonnerstags-Übung der Schwalmstädter Feuerwehren

Zwar musste ein alter Golf als Flugzeugwrack herhalten, aber das Feuer, der dichte Rauch und die zahlreichen Explosionen waren echt und forderten die ganze Aufmerksamkeit der 48 Einsatzkräfte der beiden Stadtteilfeuerwehren.

Imaginärer Waldbrand 

Unter der Leitung von Schwalmstadt Stadtbrandinspektors Thomas Thiel wurde das brennende Flugzeugwrack unter Atemschutz gelöscht. Parallel durchsuchten die Einsatzkräfte das angrenzende schwer zugängliche Waldstück nach den Übungsverletzten und brachten diese dann zu einer gemeinsam von Rettungsdienst und Feuerwehrsanitätern betriebenen Verletzten-Sammelstelle zur Erstversorgung.

Um den imaginären Waldbrand effektiv bekämpfen zu können, verlegten die Feuerwehrleute mithilfe des neuen Schlauchwagens aus Ziegenhain eine Schlauchleitung von der Schwalm bis hinauf zur Einsatzstelle auf dem Schwalmberg. Dabei überwanden sie eine Höhendifferenz von 50 Metern.

„Wir haben zum Aufbau der Wasserversorgung knapp 700 Meter B-Schlauch verlegt und zwei Pumpen in Stellung gebracht“, erklärte Stadtbrandinspektor Thomas Thiel und zeigte sich mit dem Verlauf der gesamten Übung zufrieden.

Zahlreiche Zuschauer aus Schwalmstadt und Umgebung nutzten den schönen Frühlingsabend und machten sich ein Bild von der beeindruckenden Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehren.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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