Kloster siegt im März: Stiftung Haydau wird vom Land ausgezeichnet

Idyllische Anlage: Das sanierte Kloster Haydau zieht viele Besucher an. Auch für Hochzeiten ist es ein beliebter Ort. Archivfoto: Schaake

Morschen. Eine mit 500 Euro dotierte Auszeichnung bekommt die Stiftung Kloster Haydau vom Land Hessen. Sie wurde als Stiftung des Monats März ausgewählt.

Am Freitag um 11 Uhr bergibt Staatssekretär Mark Weinmeister die Auszeichnung in Altmorschen.

Das Land Hessen zeichnet monatlich Stiftungen, Vereine und Unternehmen aus. Damit wolle die Landesregierung laut Staatskanzlei Wertschätzung für die Arbeit der Ehrenamtlichen zeigen und Öffentlichkeit herstellen, um andere zu motivieren, sich ebenfalls zu engagieren. Die Auszeichnung wird seit 2005 vergeben und ist Teil der Ehrenamtskampagne des Landes.

„Unsere Wahl ist auf die Stiftung Kloster Haydau gefallen, weil sie mit ihrer Arbeit sehr stark zur kulturellen Identität von Morschen beiträgt und die Gemeinde als Eigentümerin des Klosters in vielen Bereichen unterstützt“, sagt Staatssekretär Michael Bußer, Sprecher der Landesregierung.

Seit 2010 selbstständig 

Die Stiftung gibt es seit 25 Jahren und sie wurde gemeinsam mit dem Förderverein des Klosters Haydau gegründet, um Geld für die Sanierung und Unterhaltung des Klosters zu beschaffen und zu verwalten, sagt Joachim Kohlhaas, Geschäftsführer und Vorstand der Stiftung.

Sie ging aus der Unterstiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hervor, seit Oktober 2010 arbeitet die Stiftung selbstständig.

Die Gründung sei laut Kohlhaas 1990 nötig geworden, da die Förderung des damaligen Bundesministeriums für innderdeutsche Beziehungen wegfiel, da das Ministerium nach der Wiedervereinigung aufgelöst worden sei.

1985 sei vom Ministerium zunächst eine Übernahme der Sanierungskosten, die laut Kohlhaas mit 16 Millionen Mark veranschlagt waren, von 49 Prozent auf zehn Jahre zugesagt worden. „Weitere 49 Prozent kamen von der Denkmalpflege des Landes Hessen und die restlichen zwei Prozent vom Schwalm-Eder-Kreis“, sagt Kohlhaas. Letztendlich habe die Sanierung fast das doppelte gekostet, nämlich 15 Millionen Euro.

Das Stiftungskapital liege bei knapp 1,8 Millionen Euro. „Wir hatten im vergangenen Jahr Erträge von rund 4,3 Prozent“, sagt Kohlhaas. Das sind rund 78.000 Euro. Im vergangenen Jahr habe der Förderverein 70.000 Euro von der Stiftung zur Unterhaltung der Anlage erhalten. 17 Männer und Frauen engagieren sich in Kuratorium und Vorstand.

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: HNA

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