Kneippen mit Pfiff: Armbecken, Tischplatte und Pflastersteine neu

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Ludwig Montag (links) entfernt die alten Wabenplatten. Helmut Schmelz testet das neue Armbecken. Es fehlt nur noch die geschliffene Granitplatte als Abschluss .

Beiseförth. Regen und Schnee haben in den vergangenen Jahren an der Kneippanlage in Beiseförth ihre Spuren hinterlassen. Nun haben sich Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins in Beiseförth der nötigen reparaturen angenommen.

Zwei von ihnen sind Ludwig Montag und Helmut Schmelz, beide aus Beiseförth, die unter anderem das Armbecken von Grund auf neu aufbauten. Das Alte aus Holz war komplett verfault. Helmut Schmelz: „Vor über 30 Jahren stand das Armbecken schon im alten Brunnenhaus an der B 83, gekauft vom damaligen Heimat- und Verkehrsverein“, erinnert sich Schmelz.

Heute mauern sie selbst. Die Kosten trägt der Verein. Das Material wird teilweise von der Gemeinde Malsfeld gestellt, etwa die robusten Bruchsteine für das neue Armbecken. 88 Zentimeter hoch, 1,32 Meter lang und 62 Zentimeter tief soll es werden. Eine geschliffene Granitplatte rings um das Becken bildte den Abschluss.

Über 130 Arbeitsstunden hat das Duo ehrenamtlich schon geleistet. Unterstützt wurden beide unter anderen von Reiner Stransky aus Beiseförth, der für den Anschluss des Armbeckens an die Wasserleitung sorgte.

Aber nicht nur das Armbecken wurde erneuert, sondern auch die alte Tischplatte.

Mit der Wahl der Pflasterplatten, die um das Tretbecken liegen, tat man sich erst schwer. Graue, große und mit Split aufgefüllte Wabenplatten umgaben das Tretbecken, aus denen Gräser emporsprießen. Ludwig Montag erinnert sich: „Damals haben wir diese Platten genommen, weil man eine ökologische Flächengestaltung wollte. Im Lauf der Zeit hat man gemerkt, dass die Kneipper den Split an den Füßen ins Tretbecken trugen.“ Nun werden kleine hellgraue Pflastersteinen verlegt, damit das Wasser steinfrei bleibt.

Quelle: HNA

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