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Knotenwettkampf der Zierenberger Jugendwehren: Oberelsunger siegen

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Mit Ehrgeiz und Fleiß zum Sieg bei den Knotenwettkämpfen auf Stadtebene: Ivo Müller (von links) mit seinen Teamkollegen Hannah Schulz, Lea Knoblauch und Miriam Möller.

Oberelsungen. „Achtung, Leine". Immer und immer schallt es durch den Raum: „Achtung Leine". Kleine braune Säckchen fegen mit Karacho umher, in ihnen Seile, die fachmännisch um Äxte und Strahlrohre gebunden und am Holzbock zu Knoten gewickelt werden wollen.

Strahlende Sieger: Die Nachwuchsblauröcke aus Niederelsungen.

Plötzlich ist alles aus. Stille bricht das hektische Treiben, Hannah Schulz hat ihren Leinenbeutel vergessen. Sie muss den Parcours abbrechen, ärgert sich kurz, nimmt den Patzer schlussendlich aber mit Humor. Es ist schließlich nur ein Training. Allerdings das letzte Training, denn die Nachwuchsblauröcke bereiten sich am Freitagabend im Oberelsunger Feuerwehrhaus auf die Knotenwettkämpfe der Zierenberger Wehren vor, diekeine 24 Stunden später im Burghasunger Dorfgemeinschaftshaus stattfinden sollen.

Also nochmal Leinen einrollen, Werkzeuge bereitlegen und alles auf Anfang. Mit einem „Auf die Plätze, fertig, los“ bekommen Hannah und Teampartner Ivo Müller ihr erneutes Startsignal, stürmen den Parcours und zeigen, was sie können.

Jugendfeuerwehrwart Lukas Berndt schaut genau hin, wo es bei seinen Schützlingen vielleicht noch hakt. Auch er hat viele Wettkämpfe hinter sich, weiß genau, worauf es im nach Truppführer und Truppmann aufgeteilten Parcours ankommt. „Der Truppführer beginnt mit einem Mastwurf mit Spierenstich am Knotenbock in horizontaler Richtung, wirft seinen Leinenbeutel aus, sichert das Strahlrohr mit doppeltem Ankerstich mit Halbschlag“, erklärt der erfahrene Feuerwehrmann. „Parallel macht der Truppmann seinen Mastwurf am vertikalen Knotenbock, wirft ebenfalls seinen Leinenbeutel aus, sichert eine Axt mit doppeltem Ankerstich und Halbschlag.“

Am Knotenbock müsse der Truppführer dann einen Kreuzknoten zeigen, sein Kamerad den doppelten Achterknoten, bevor es zurück an den Startpunkt gehe, wo der Truppführer den Truppmann mit einem sogenannten Pfahlstich, auch Rettungsknoten genannt, sichern und schließlich alleine zum Knotenbock laufen müsse, wo noch ein Halbmastwurf am Gürtel samt Mastwurf mit Spierenstich zur Absicherung auf ihn warte. Das alles möglichst in weniger als einer Minute - schwer, aber nicht unmöglich.

Die Jugendfeuerwehr aus Balhorn stellte das erfolgreichste Team bei den Knotenwettbewerben der Gemeinde Bad Emstal

Am Ende ist der Jubel groß, Hannah und Ivo haben es geschafft. Auch wenn für sie Spaß und Gemeinschaft bei der Feuerwehr im Mittelpunkt stehen, wollen sie es nun doch wissen: „Die Sache ist Ernst, schließlich sind wir Oberelsunger und wollen gewinnen“, sagt die 16-Jährige lachend und scheint damit genau die richtige Einstellung zu haben.

Wenige Stunden später nämlich hat sie es allen gezeigt und gemeinsam mit ihren Kameraden des Teams Oberlelsungen 1 den Sieg in der Tasche. Damit nicht genug, bildet sie zusammen mit Ivo auch den schnellsten Trupp auf Stadtebene. 59 Sekunden haben sie gebraucht, ein gutes Omen für den Wettkampf auf Verbandsebene, der am kommenden Wochenende in Bad Emstal ansteht und bis zu dem sicher noch fleißig trainiert wird.

Quelle: HNA

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