Keiner will ein Hochwassergebiet:

Knüllwald wehrt sich gegen Pläne des Regierungspräsidiums

Knüllwald. Die Gemeinde Knüllwald wird sich gegen Pläne des Regierungspräsidiums zur Wehr setzen, bei denen es um die Festlegung eines Überschwemmungsgebietes für die Efze geht.

Einem Antrag der SPD-Fraktion, sich diesem Verfahren zu widersetzen, stimmten am Donnerstag im Parlament alle Fraktionen zu. Für das Beisetal ist bereits – gegen Proteste der Einwohner und der Gemeinde – vom Regierungspräsidium ein Überschwemmungsgebiet festgelegt worden (wir berichteten). Nun gibt es solche Pläne auch für die Efze von der Sportanlage in Appenfeld bis zur Gemeindegrenze bei Relbehausen.

Würde es dazu kommen, müssten die Anwohner mit erheblichen Auflagen und Kosten rechnen, erklärte Helmut Wettlaufer (SPD). Die mögliche Nutzung der Grundstücke werde eingeschränkt. Von erheblichen Eingriffen und Auflagen sprachen auch Hans-Heinrich Laabs und Werner Knierim (beide CDU).

„Wir müssen uns strikt dagegen wehren“, sagte Laabs. Die Chancen, mit einem Einspruch Erfolg zu haben, seien aber leider gering, das habe man bei der Beise gesehen, meinte Kierim.

 Es handele sich um EU-Richtlinien, die vom RP durchgesetzt würden.Jörg Vollprecht (SPD) machte darauf aufmerksam, dass unter anderem auch die Gemeindeverwaltung in einem solchen Überschwemmungsgebiet liegen würde.

Das Regierungspräsidium setze diese Gebiete fest, dabei werde ein Jahrhundert-Hochwasser zugrunde gelegt, erklärte der Erste Beigeordnete Jürgen Roth.

 Die Kommune werde nicht gehört. Die Ausweisung bedeute unter anderem Einschränkungen bei Bauvorhaben sowie Auflagen für Heizungen. (hro)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare