FWG und Grüne kommen im Kreistag als Partner in Frage

Koalition: Zwei wollen mit der SPD regieren

Schwalm-Eder. Ein Verlierer hat die Wahl zwischen zwei Gewinnern: Die SPD büßte nach dem vorliegenden Trendergebnis bei der Kreistagswahl 3,9 Prozentpunkte der Stimmen ein, bleibt aber mit 43,4 Prozent stärkste Fraktion und muss sich nun einen Koalitionspartner suchen.

Bisher sind das die Freien Wähler (FWG), die auch gerne wieder mitregieren würden. Aber sie haben starke Konkurrenz erhalten. Nach ihrem Sensationsergebnis von voraussichtlich 15 Prozent wollen die Grünen einen Politikwechsel einläuten.

Die SPD hat wiederholt betont, dass sie mit der Arbeit der bisherigen Koalition zufrieden war und die Zusammenarbeit mit der FWG fortsetzen würde. Das könnte aber schon rechnerisch schwierig werden. Nach dem bisherigen Trend hätten beide nur eine Mehrheit von einem Sitz.

„Wir werden uns der SPD nicht an den Hals werfen, sehen aber viele Schnittmengen“, sagt Bettina Hoffmann, (Die Grünen). Eine bessere Gesundheitsversorgung, die Absage an die Massentierhaltung und eine noch stärkere Förderung regenerativer Energien sind die Kernpunkte.

Grundsätzliche Unterschiede gebe es in der Bewertung der A 49, aber in dieser Frage habe der Kreis ohnehin keine Entscheidungsbefugnis. Selbstbewusst gibt sich auch Willi Werner (FWG). „Wir brauchen uns nicht anzubiedern.“ Die bisherige Zusammenarbeit sei fruchtbar gewesen. Ein Ziel sollte die Verwaltungsreform sein. Darüber sei man sich mit der SPD einig. Ebenso in Fragen der Kindergarten- und Schulbetreuung.

Sehr zügig werde es mit beiden möglichen Partnern Gespräche geben, erklärte Winfried Becker (SPD). Festlegen wolle man sich derzeit noch nicht. Bisher lägen ja nur Trends vor. Becker: „Das ist eine enge Kiste. Der Schulterschluss mit der FWG hat sich bewährt, aber die Grünen scheiden nicht als Partner aus.“

Quelle: HNA

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