Mit Köpfchen und Atemschutz

Schwalm-Eder-Kreis: Leistungsübung der Freiwilligen Feuerwehren

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Konzentration: In der Aula schwitzten die Frauen und Männer über einer Auswahl aus 700 Fragen. Fotos: Decker

Schwalmstadt. Zu einer Leistungsübung trafen sich am Samstag 49 Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Schwalm-Eder-Kreis an der Carl-Bantzer-Schule (CBS) in Ziegenhain.

Die erfolgreichsten fünf Wehren (1. Platz: Schwalmstadt-Frankenhain

2. Platz: Willingshausen-Wasenberg1

3. Platz: Willingshausen-Zella 1

4. Platz: Schwalmstadt-Florshain

5. Platz: Willingshausen-Wasenberg 2)werden in vier Wochen gegen andere Kreismeister auf Bezirksebene um die nächsten ersten Plätze kämpfen, um dann vielleicht sogar - wieder als Beste - beim Landeswettbewerb im September dabei zu sein. Doch um dorthin zu gelangen, mussten die freiwilligen Feuerwehrleute beim Kreisentscheid sowohl eine praktische als auch eine theoretische Prüfung absolvieren. 15 Fragen aus einem Fragenkatalog von 700 galt es zu beantworten. Die Frauen und Männer grübelten in der Aula der CBS über den Fragebögen, und so manchem „rauchte dabei der Kopf“ bei den kniffligen Fragen über Wasserdruck, Absperrzonen und weitere Fachdetails.

Die Feuerwehren waren entweder mit sogenannten Staffeln, die aus sechs Personen bestanden, oder mit Gruppen zu neunt angereist. Bei der praktischen Übung hieß die Aufgabenstellung: Zimmerbrand ist ausgebrochen, es gibt eine starke Rauchentwicklung. Im Zimmer befindet sich eine bewusstlose Person. Der Brand ist so stark, dass ein Übergreifen auf andere Häuser möglich ist.

Zur Erfüllung der Aufgabe versorgten sich zwei Mitglieder mit Atemschutzgerät, während die anderen die Schläuche ausrollten und am Hydranten anschlossen. Dann mussten die mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Feuerwehrmänner und -frauen sich Zugang zur Wohnung verschaffen. In geduckter Haltung, dicht hintereinander wegen der starken Rauchentwicklung, betraten sie das Zimmer. Dort löschten sie zuerst die sichtbaren Feuerherde, um sich danach um die bewusstlose Person, in diesem Fall eine Übungspuppe, zu kümmern. Nach einer Überprüfung des Pulses hoben die Einsatzkräfte die Puppe leicht an und „retteten“ sie aus der brennenden Wohnung. Im zweiten praktischen Teil kam eine Leiter zum Einsatz, mit der der zweite Löschtrupp nun von außen den Brandherd bekämpfte und ein Übergreifen des Feuers verhinderte.

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Voon Christiane Decker

Quelle: HNA

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