Körle beschließt Anschluss an Melsunger Kläranlage

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Neue Klärwerkspolitik: Die Körler Reinigungsanlage für Abwässer – Bild oben mit Klärwärter Herbert Kördel – soll schließen, dafür sollen die Abwässer in die Melsunger Kläranlage fließen.

Körle / Melsungen. Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion hat das Körler Gemeindeparlament den Fahrplan für den künftigen Weg des Abwassers beschlossen.  

Auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Stadt Melsungen soll das Schmutzwasser mindestens 30 Jahre nach Melsungen transportiert und dort gereinigt werden. Die Bartenwetzerstadt muss dem Vertrag noch zustimmen.

„Die Richtung stimmt, aber man hätte es besser machen können“, sagte Fraktionschef Michael Greiner (CDU) zum Vertrag. Man wünsche sich eine Prüfung des Vertrages durch eine unabhängige Stelle. Die vorgelegte Kalkulation überzeuge in einigen Punkten nicht. Dazu gehörten veranschlagte Zinsen, geschätzte Einsparungen und die Höhe künftiger Zahlungen an die Stadt Melsungen.

Die SPD-Fraktion machte sich für den Vertrag stark und beschloss ihn auch. Im Vorfeld erläuterte Fraktionschef Michael Oetzel das Zustandekommen des Vertrages und bilanzierte: Das Reinigen der Abwässer in Melsungen sei günstiger als die notwendige Erneuerung der Kläranlage aus den 60er Jahren oder ein Neubau.

Bürgermeister Mario Gerhold wertete den Vertrag als eine vernünftige Lösung. Dabei gebe es nicht nur einen Gewinner. Deshalb könnten nicht sämtliche Vorteile nach Körle gehen. (lgr)

Quelle: HNA

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