Bewohner konnten sich retten

Körle: Blitz setzte Schornstein in Brand

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Körle. Am Sonntagmorgen, kurz nach 3 Uhr, hat ein Blitz in den Schornstein eines Wohnhauses in dem Körler Birkenweg eingeschlagen. Dieser fing daraufhin Feuer.

Die vier Bewohner des Hauses konnten sich retten, allerdings war für einen von ihnen von ihnen die Aufregung zu viel. Er bekam gesundheitliche Probleme und musste in eine Klinik gebracht werden. Die Polizei schätzt den Schaden an dem Schornstein und der Elektroinstallation des Hauses auf 15.000 Euro.

Eine 76-jährige Bewohnerin, die im Erdgeschoss des Hauses lebt, sagte: „Es tat einen furchtbaren Schlag, dann war der Strom in Teilen des Hauses weg. Es roch sehr stark nach Schwefel. Dann kamen auch schon die beiden Bewohner der oberen Etage und informierten uns, dass der Blitz eingeschlagen hat. Wir sind sofort ins Freie gelaufen. Flammen schlugen aus dem Schornstein.“ Nachbarn kümmerten sich um die vier Hausbewohner.

Die vier Bewohner des Hauses konnten sich retten.

Als die Feuerwehr wenige Minuten nach dem Alarm eintraf, brannte die Verkleidung des Schornsteins. Mit einem Außenangriff konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Dach verhindert werden. Atemschutzgeräteträger kontrollierten den betroffenen Bereich.

Die Feuerwehren aus Körle, Empfershausen und Wagenfurth, sowie aus Melsungen die Drehleiter mit Führungsfahrzeug und das Lichtmastfahrzeug, waren mit insgesamt 43 Einsatzkräften unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Jens Schenkluhn im Einsatz. Auch der zuständige Schornsteinfegermeister, und Beamte der Polizeistation Melsungen, waren an der Einsatzstelle. Zur Betreuung der Hausbewohner und auch der Einsatzkräfte war das Rote Kreuz Körle mit zwei Helfern an der Einsatzstelle. Der erkrankte Hausbewohner wurde vom Notarzt und einem Rettungsteam versorgt. Vom Brandschutzaufsichtsdienst des Schwalm-Eder-Kreises war Kreisbrandmeister Frank Jacob vor Ort.

Blitz schlägt in Schornstein ein

Aus dem Korb der Drehleiter konnte mit einem Einreißhaken Teile der Schornsteinverkleidung entfernt werden. Mit der Wärmebildkamera wurde der Bereich auf versteckte Glutnester abgesucht. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr war aber verhindert worden, dass das Dachgebälk in Brand geriet.

Das Wohnhaus blieb bewohnbar, allerdings müssen der Teile der Elektroinstallation erneuert werden. Durch die gewaltige Kraft des Blitzes waren Steckdosen und Verteilerdosen aus der Wand geflogen. Auch der Schornstein muss neu verkleidet werden. Wie Bewohner der umliegenden Häuser sagten, sind auch bei ihnen Teile der Stromversorgung und das Telefon ausgefallen. Wie hoch die Schäden in der Nachbarschaft des vom Blitz direkt betroffenen Hauses sind, steht noch nicht fest.

Quelle: HNA

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