Neubau kommt in nächsten Jahren

Körler Feuerwehren starten diesen Monat mit gemeinsamen Übungsdiensten

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Vorm Feuerwehrhaus in Körle: Bürgermeister Mario Gerhold (links) und Gemeindebrandinspektor Jens Schenkluhn. Wann und wo der Neubau realisiert wird, ist noch nicht endgültig geklärt.

Körle. Die Fusion der Feuerwehren in Wagenfurth und Körle ist beschlossene Sache, auch den Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen (wir berichteten).

Ab diesem Monat starten die beiden Wehren bereits mit der Verschmelzung der Einsatzabteilungen – der erste gemeinsame Übungsdienst steht an. Noch nicht endgültig festgelegt ist allerdings der Standort für das neue Feuerwehrhaus.

Die Voraussetzung sei, dass das Haus für die Einsatzkräfte aus beiden Ortsteilen gut erreichbar ist, sagt Bürgermeister Mario Gerhold. Zur Auswahl stünden derzeit zwei Orte für den Neubau: entweder gegenüber des derzeitigen Feuerwehr-Standortes in Körle oder an der Ortsumgehung. „Auf jeden Fall müssen wir diese Frage in den nächsten Monaten klären“, sagt Gerhold.

Wann mit dem Bau des neuen Hauses, das insgesamt fast zwei Millionen Euro kostet, begonnen werden kann, ist ebenfalls noch nicht klar. Denn die Gemeinde erwartet vom Land einen Zuschuss von etwa 300 000 Euro, steht aber auf der Prioritätenliste des Landkreises für Brandschutzmaßnahmen mit dem Neubau auf Platz 13. Pro Jahr würden zwischen zwei und drei Projekte bewilligt, sagt Gerhold. „Das Land müsste für den Abbau der langen Liste sorgen, indem mehr Geld für den Brandschutz zur Verfügung gestellt wird.“

Die Anordnung der Projekte auf der Liste richte sich unter anderem nach Dringlichkeit, Bedeutung der Anschaffung und dem Datum der Antragsstellung. „Vielleicht ist es möglich, dass wir auf der Liste noch etwas nach oben rücken können.“

Um den Neubau schneller zu realisieren, habe die Gemeinde bereits über eine Vorfinanzierung über einen privaten Investor nachgedacht. Das sei allerdings nicht konform mit den Förderrichtlinien des Landes. „Wir müssen auf jeden Fall den Spagat hinbekommen, dass wir die Zuwendung erhalten und trotzdem schnell bauen können“, betont Bürgermeister Mario Gerhold.

Die beiden Feuerwehren bereiten sich derzeit schon auf die Fusion vor. In diesem Monat üben die Einsatzkräfte zum ersten Mal gemeinsam. Im 14-tägigen Wechsel treffen sich die Feuerwehrleute jetzt immer montags und donnerstags, sagt Gemeindebrandinspektor Jens Schenkluhn. Geplant sei, dass zunächst zwei Wehrführer für die jeweiligen Ortsteile zuständig bleiben.

Hintergrund

Die Feuerwehren Körle und Wagenfurth bilden in Zukunft eine gemeinsame Einsatzabteilung. Etwa 50 Feuerwehrleute sind dann im Einsatz. Die Feuerwehr Empfershausen bleibt bestehen. Ein Neubau für die Wehren ist nötig, weil zwei Fahrzeuge ersetzt werden müssen – die Investition für die beiden Wagen beträgt 400 000 Euro. Für die Unterbringung der neuen größeren Fahrzeuge würden die vorhandenen Gebäude nicht ausreichen. In Wagenfurth hatte die Unfallkasse Hessen bereits in der Vergangenheit die beengte Raumsituation bemängelt. Statt des Neubaus stand auch ein Anbau am Standort in Körle zur Diskussion. Letztlich stellte sich aber der Neubau als vorteilhafter heraus. Unter anderem würden das Raumkonzept und die Parkplatzsituation verbessert, so Bürgermeister Mario Gerhold. Zudem könne der Multifunktionsplatz neben dem heutigen Feuerwehrhaus auch erhalten bleiben. 

Quelle: HNA

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