Parlament beschließt Etat für Haushaltsjahr 2014

Aus für die Körler Jugendpflege

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Größter Posten im Etat 2014: Die Erschließung des Baugebietes „Im Kitzwinkel“ am Körler Ortsausgang, auf unserem Luftbild ist es rot umrandet.

Körle. Das Parlament Körle hat am Montag den Etat für das laufende Haushaltsjahr beschlossen. Rückwirkend zum 1. Januar werden die Steuern erhöht. Die Grundsteuern steigen um 50 Punkte, und zwar die für Land und Forst auf 340 und die für bebaute Grundstücke auf 320.

Die Gewerbesteuer wird um 20 auf 350 Punkte angehoben. Im Jahresverlauf sollen außerdem die Hundesteuer und die Kindergartengebühr steigen. Schließlich soll im Rathaus der Bereich Jugendpflege wegfallen.

Die SPD stimmte dem Haushalt zu. Steuer- und Gebührenerhöhungen sowie weitere Einsparmaßnahmen seien unumgänglich, erklärte Michael Oetzel (SPD) zu den Beschlüssen. Belastungen zur finanziellen Sicherung Körles müssten möglichst gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden. Die Jugendpflege sei kaum noch nachgefragt worden.

Trotz einer sehr guten Wirtschaftslage und einer niedrigen Arbeitslosenzahl steigt die Neuverschuldung der Gemeinde Körle, erklärte Michael Greiner (CDU) zu den Beschlüssen. Den höheren Grund- und Gewerbesteuern habe man nicht mehr zustimmen können. Die meisten Körler seien durch den Anschluss ihrer Haushalte an die Kläranlage Melsungen erheblich belastet worden. Angesichts weiterer anstehender Gebührenerhöhung etwa für Wasser und Abwasser halte man eine Erhöhung der Grundsteuer um 18,5 Prozent für nicht zumutbar. Auch eine zehn Prozent höhere Kindergartengebühr sei ein falsches Zeichen für junge Familien. Andere anstehende Gebührenerhöhungen werde die CDU im Laufe des Jahres mittragen.

Das Investitionsprogramm: 

Das größte Vorhaben in diesem Jahr ist in Körle mit 1,1 Mio. Euro die Erschließung des Baugebietes „Im Kitzwinkel“. Zweites Großprojekt ist mit 705.000 Euro der Neubau eines Gebäudes in der Ortsmitte für die Betreuung von Kleinkindern bis zu drei Jahren und Praxisräumen. Außerdem soll das Baugebiet Hollunder für 80.000 Euro zu Ende ausgebaut und für den Bauhof ein 35.000 Euro teures Fahrzeug beschafft werden. (lgr)

Quelle: HNA

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