EU-Zulassung für Verkauf des Luxusprodukts

Körler Metzgermeister züchten Störe

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Stattlich: Karlheinz Wilke präsentiert einen jungen Stör. Schon in jungen Jahren ein ganz schönes Kaliber.

Körle. Ob sich die Scheiche bald Körler Kaviar schicken lassen, ist nicht sicher. Sicher ist aber, dass die beiden Wilkes erstklassigen Fischrogen produzieren werden.

Mit viel Herzblut halten der Senior, Karl Wilke und sein Sohn Karlheinz Wilke seit nunmehr sieben Jahren Störe in ihren Fischteichen bei Melsungen.

Für manche eine Delikatesse, auf jeden Fall aber ein Novum im Schwalm-Eder-Kreis. Die volle EU-Zulassung hat ihr kleiner Fischbetrieb. "Sie dürfen die Störe töten, weiterverarbeiten und den Kaviar verkaufen", bestätigt Marlies Wagner-Gebauer vom Kreisveterinäramt.

"Das ist aber nur der erste Schritt", schränkt Beate Abel ein. Die Lebensgefährtin von Wilke junior ist Kaviar-Fan und bereitet derzeit die Vermarktung vor. Schließlich wolle man im Herbst zum ersten Mal ein wenig Kaviar produzieren. Dafür muss der weibliche Stör allerdings getötet werden. Die edlen Fische können bis zu 100 Jahre alt werden und produzieren je älter sie werden desto mehr Kaviar.

"Das macht uns schon traurig", sagt Karlheinz Wilke. In den vielen Jahren der Aufzucht seien ihnen die Fische, die mitunter recht verspielt wirkten, sehr ans Herz gewachsen.

Fast zwei Meter lang sind die größten Exemplare. Vor Jahren kamen sie für zehn Euro das Stück. Jetzt könnten sie bis zu 1,5 Kilogramm liefern. 100 Gramm können schon mal bis zu mehreren Hundert Euro kosten. "Uns geht es nicht ums Verkaufen", sagt Karl Wilke. Die beiden Metzgermeister betreiben ihre Fischzucht mit Leidenschaft. Gut möglich, dass es Kaviar nur für den Hausgebrauch gibt, der Fische wegen. (ddd)

Quelle: HNA

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