Neues Gelände soll ab Herbst 2019 genutzt werden 

Körler Waldkindergarten zieht wegen neuer Stromtrasse um 

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Verbringen ihre Kindergartenzeit stets im Freien: Jonah Hillwig (vorne von links), Mali Werner und Pepe Zilch mit den anderen Kindern und Erzieherinnen des Waldkindergartens. Im Herbst kommenden Jahres zieht das Gelände um.

Körle. Wegen des Baus der Stromtrasse Wahle-Mecklar wird der Waldkindergarten in Körle umziehen.

Ab Herbst 2019 soll das neue Gelände, das sich 200 Meter südlich des heutigen Standortes befindet, als Waldkindergarten genutzt werden, sagt Bürgermeister Mario Gerhold. Derzeit befindet sich der Kindergarten nördlich von Körle an der Mülmisch.

Weil der Waldkindergarten mit 25 Kindern stets voll belegt ist und es eine Warteliste gibt, wird nun außerdem geprüft, ob ab Sommer 2019 mehr Plätze angeboten werden können, sagt Gerhold.

Die neue 380-Kilovolt-Stromtrasse würde zwar die gesetzlichen Abstände zum Kindergarten einhalten, aber „es geht uns um die Akzeptanz der Einrichtung“, begründet Gerhold den Umzug. Die Betreiber-Firma der Trasse, Tennet, übernimmt die Umzugskosten und die Kosten für die Anlage des neuen Geländes, eine Kostenschätzung steht noch an. Einen geeigneten Standort zu finden, sei eine echte Herausforderung gewesen, berichten Gerhold und Kindergartenleiterin Reinhild Eggenwirth. Denn das derzeitige Gelände mit der Nähe zu Wald und Bach sei einfach ideal. Hinzu käme die gute Erreichbarkeit für die Eltern. „Wir haben sogar in Wagenfurth und Empfershausen nach Plätzen gesucht, aber nichts hat so richtig gepasst“, berichtet Eggenwirth.

Mit dem Standort etwas weiter in Richtung Ortsmitte sei man aber nun zufrieden, lediglich der Baumbestand sei dort nicht so dicht wie auf dem derzeitigen Gelände.

Im Herbst dieses Jahres sollen bereits die Erdarbeiten am neuen Waldkiga-Standort beginnen, berichtet Gerhold. „Vielleicht können wir die Kinder auch bei der Gestaltung des neuen Geländes mit einbinden“, sagt Eggenwirth. „Etwa mit Pflanzaktionen oder Ähnlichem.“ Das alte Gelände könne man auch künftig punktuell einbinden, sagt Eggenwirth.

Beispielsweise könne man den Lehmofen weiter benutzen oder mit den Kindern dort das Streuobst ernten.

Die Arbeiten für die Stromtrasse Wahle-Mecklar sollen im Kreisteil Melsungen Ende des kommenden Jahres starten. Die Trasse wird nördlich der bestehenden 110-Kilovolt-Leitung an Körle vorbeiführen.

Quelle: HNA

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