Modernes Haus

Körler Werbeprofis trotzen Corona: Im Kitzwinkel laufen die Arbeiten für neues Eskor-Geschäftshaus

So soll das neue Gebäude aussehen: Eskor baut ein modernes Geschäftshaus im Baugebiet Kitzwinkel in Körle. Herzstück wird ein Atrium, ein offener Innenhof, der sich über alle drei Etagen erstreckt.
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So soll das neue Gebäude aussehen: Eskor baut ein modernes Geschäftshaus im Baugebiet Kitzwinkel in Körle. Herzstück wird ein Atrium, ein offener Innenhof, der sich über alle drei Etagen erstreckt.

Eigentlich sollte im Baugebiet Kitzwinkel in Körle bereits der große moderne Geschäftssitz der Eskor-Werbeagentur stehen. Doch die Coronapandemie machte den Plänen der jungen Geschäftsführer einen Strich durch die Rechnung. Jetzt, ein Jahr später als der ursprüngliche Baubeginn geplant war, laufen auf dem Grundstück an der Nürnberger Straße die Erdarbeiten.

Körle - „Eigentlich wollten wir im Februar vergangenen Jahres anfangen, aber wegen der Pandemie haben wir dann lieber noch mal abgewartet“, sagt Niklas Griesel (25), einer der drei Geschäftsführer. „Wir wussten ja nicht, wie sich das Ganze auch für unser Geschäft entwickeln wird.“ So habe der Bau erst mal in den Sternen gestanden. „Erst im Oktober haben wir gesagt, ‘das machen wir jetzt’.“

Die Verzögerung

Die Verzögerung habe sich für Eskor aber gelohnt. „Wir haben die Zeit genutzt, um noch mehr Ideen für das Gebäude zu entwickeln“, sagt Griesel. Und so wurden aus den geplanten 180 Quadratmetern Arbeitsfläche mal eben das Zweieinhalbfache. Auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern entsteht ein 450 Quadratmeter großes Geschäftshaus. Die zehn Mitarbeiter von Eskor werden ab dem Jahresende dort arbeiten – soweit die Coronapandemie das Arbeiten im Büro wieder zulässt. Derzeit befindet sich die Agentur, die es nun seit zehn Jahren gibt, in einem Wohnhaus am Finkenweg. Die Investition für den Neubau liegt im unteren siebenstelligen Bereich.

Die Ideen

Es sei sicherlich eher die Ausnahme, dass Firmen derzeit überhaupt investieren, sagt Griesel. „Aber wir suchen uns immer neue Wege.“ Auch in einer Pandemie. So entwickelte die Agentur beispielsweise ein Gerät für Praxen, damit die Patienten im Auto statt vor der Tür warten können. Der Vokar, wie das Gerät heißt, vibriert, wenn der Patient an der Reihe ist. Auch die Webseite für das Gutschein-Projekt „Melsungen hilft sich“ entwickelten die Körler. Die Agentur betreut vielfältige Kunden regional und überregional. „Wir nutzen Corona eben auch, um kreative neue Ideen umzusetzen“, sagt Griesel.

Das Team

Er sei überzeugt, dass Eskor sämtliche Hürden nehmen könne. Dafür sei nicht zuletzt die Wahnsinns Motivation des jungen Teams verantwortlich. Das Team wurde im Coronajahr sogar aufgestockt, drei neue Festangestellte sind bei Eskor tätig. Darunter ein Auszubildender und ein Dual-Studierender. Außerdem konnte die Agentur eine Social-Media-Expertin aus Düsseldorf nach Körle locken. Das Durchschnittsalter des Eskor-Teams schätzt Griesel auf 24 Jahre. Die ältesten an Bord sind die beiden 35-jährigen Geschäftsführer Andreas Griesel und Nico Huck. Aber auch die Körler haben negative Auswirkungen der Coronakrise zu spüren bekommen. „Wir betreuen 60 Unternehmen ganzheitlich“, sagt Griesel. Und gerade das sonst so umsatzstarke Weihnachtsgeschäft sei „hart gewesen“. Denn schließlich sei gerade die Werbung das, wo die Firmen als erstes sparen, wenn die Zukunft ungewiss sei. „Aber wir haben unsere Kunden unterstützt, wo wir nur konnten.“ Das Eskor-Team weiß, wie man Kunden bei der Stange hält.

Der Neubau

Der Neubau wird sich über drei Etagen erstrecken. Das Besondere: Ein Atrium, also ein offener Innenhof, über alle drei Etagen. Jedes Büro hat zwei deckenhohe Fenster, die sich komplett aufschieben lassen. Jedes Büro hat außerdem Zugang zu einer Terrasse. „Unser Hauptziel ist, dass sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen“, sagt Niklas Griesel. Und noch etwas ist den Geschäftsführern wichtig. „Wir wollen, dass es für unsere Kunden ein Erlebnis ist, wenn sie zu uns nach Körle kommen.“ Das Gebäude soll von einer Wasserfläche umgeben sein, der Konferenzraum ist voll verglast, im Keller und auf dem Dach gibt es Terrassen. „Natur und Ruhe sollen im Mittelpunkt stehen“, sagt Griesel. „Wir wollen uns abheben.“ Auch aus dem Neubau-Projekt hat Eskor direkt wieder ein Geschäftsmodell entwickelt. Firmen können Partner des Gebäudes werden. Für die wirbt Eskor wiederum auf den Bannern an der Baustelle sowie auf dem Instagram-Kanal „Eskor baut“. Zwölf Partner sind bereits im Boot.

Schade sei, dass man wegen der Pandemie den Bau nicht mit Freunden und Partnern begleiten könne – zum Beispiel mit einer Feier zum Spatenstich, sagt Griesel. „Aber wir hoffen auf eine große Einweihungsfeier Ende des Jahres.“ (Carolin Hartung)

Die Arbeiten auf der Baustelle haben begonnen: Von links die Geschäftsführer von Eskor die Brüder Andreas und Niklas Griesel und Nico Huck.

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