Schwälmer Kofferzocken brachte über 1000 Euro für sechs Vereine, aber keinen Coup

18 Koffer voll Vergnügen

treysa. Wäsche in Menge: Wirklich große Überraschungen blieben aus beim Schwälmer Kofferzocken am Samstagabend. Erwartungsgemäß befanden sich in vielen der 18 Gepäckstücke vor allem Unterwäscheteile.

Den zunächst verheißungsvollsten Fund macht Armin Gonther aus Seigertshausen: Er entdeckte beim Öffnen des kleinen, aber schweren Koffers, den er ersteigert hatte, viele Servietten und eine Reihe von Schatullen. Von Wert waren die Stücke darin aber wohl leider nicht.

Gewonnen hat auf jeden fall die Kleeblattschule. 750 Euro vom Gesamterlös 1050 Euro gehen an die Grundschüler von Obergrenzebach, Leimsfeld, Niedergrenzebach und Seigertshausen. Für ein Zirkusprojekt im nächsten Frühjahr wird der Kleeblattförderverein das Geld aufheben.

Den Rest teilen sich die anderen fünf Vereine, die sich bei der Treysaer Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) als Veranstalter beworben hatten.

Udo Lohr als Auktionator

Moderator und Auktionator bei der zweiten Auflage des Kofferzockens war Udo Lohr. 18 versiegelte Gepäckstücke – mehr oder minder prall gefüllte Koffer, Rucksäcke und Taschen – brachte er meistbietens unter den Hammer. Caren Hartwig, die im jüngsten Wettbewerb das Gesicht der Schwalm gewonnen hat, fungierte als Glücksfee für den Förderverein der Kleeblattschule.

Alle 18 Gepäckstücke waren im Juli am Frankfurter Flughafen ersteigert und von 18 Paten aus den Reihen der HGV mit 50 Euro gesponsert worden. Mitbieten konnte jeder, der sich registrieren und mit einer Bieternummer ausstatten ließ. Ausgehend von einem Mindestgebot von 20 Euro, wurde in Fünf-Euro-Schritten geboten. Gezahlt wurde in bar.

Verblüffte Mienen

Große Augen und verblüffte Mienen zeigten sich beim Öffnen. Den meisten Spaß schien Lukas Becker aus Obergrenzebach bei seiner ersten Auktion gehabt zu haben. Er fand für ihn zu kleine Schuhe und eine Puppe in seinem Koffer. Trotzdem hat er gern mitgemacht, schließlich ging das Geld an die Schule, die er in den ersten vier Klassen besuchte. Ein wenig enttäuscht wirkten Lothar Vestweber, Bürgermeister von Gilserberg, und sein Enkel Marvin. Vom Inhalt ihres ersteigerten Rucksackes hatten sie sich mehr versprochen als eine Jeans. Doch auch sie nahmen es mit Humor. Schließlich sei das Ganze für einen guten Zweck.

Für insgesamt 135 Euro bekam Falk Ungerland aus Treysa gleich zwei Gepäckstücke. Er habe im Vorjahr leider nichts ersteigert, und wollte nun alles nachholen. Ohne Fortune leider, Wertvolles fand sich nicht in „seinen“ Gepäckstücken. Auch ihm ging es in erster Linie um die Unterstützung des Grundschulprojektes.

Zum Auftakt und zwischendurch spielte die Band Mudita.

Ein Video vom Schwälmer Kofferzocken finden Sie auf www.hna.de/video

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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