Kolonisten weihten beim Dorftag das kürzlich sanierte Wassertretbecken ein

Nasses Vergnügen: Die Kolonisten haben endlich wieder ihr Wassertretbecken, welches nach aufwändiger Sanierung beim Dorftag eingeweiht und in Betrieb genommen wurde. Foto: zih

Wolfhagen. Ein großer Tag im kleinen Wolfhager Stadtteil Philippinenburg und -thal, der allgemein nur die Kolonie genannt wird: Denn die Kolonisten feierten mit Gästen aus Nah und Fern in feucht-fröhlicher Stimmung ihren Dorftag.

Wobei der Begriff feucht-fröhlich nichts mit alkoholischen Getränken zu tun hatte, sondern mit der den Kreislauf anregenden Hydrotherapie - besser bekannt unter Kneipp-Anwendung, also mit den Füßen im Wasser treten.

Anlass für das Dorffest war nämlich nach aufwändigen Sanierungsarbeiten die Fertigstellung und offizielle Einweihung des Wassertretbeckens durch den örtlichen Verein zur Förderung der Dorfentwicklung und -erneuerung. Ortsvorsteher Horst Pflüger: „Mit der Wiederinbetriebnahme des Wassertretbeckens bewahrheitet sich die Redensart: Was lange währt, wird endlich gut.“

Ursprünglich hatten die Kolonisten die Sanierung der 1975 vom damaligen Ortsvorsteher Wilhelm Liese gebauten Freizeiteinrichtung schon während des 2001 beginnenden Dorferneuerungsprogramms neben den Baumaßnahmen Dorfgemeinschaftshaus, Multifunktionsplatz und Grillhütte auf ihrer Wunschliste, wobei die Erneuerung des Wassertretbeckens damals 15 000 Mark kosten sollte. Da die zugesagten Fördermittel aber nicht für alle Projekte reichten, mussten sich die Kolonisten für eine Grillhütte oder aber Wassertretstelle entscheiden. Sie entschieden sich für die Grillhütte, legten jedoch das Projekt Wassertretbecken nie zu den Akten.

Den Anstoß für die Sanierung gab der in Philippinenburg mit seiner Frau Helga lebende Dr. Mathias Hughes. Als das Ehepaar nämlich gemeinsam ihren jeweiligen 50. Geburtstag feierten, legten sie mit einer großzügigen Spende an den Förderverein den finanziellen Grundstock für die Umsetzung der Baumaßnahmen, die ausschließlich für das benötigte Material mit insgesamt 7500 Euro zu Buche schlugen.

Größter Kostenfaktor war dabei ein neues Edelstahlbecken. Finanziert wurde diese Summe neben der Spende der Familie Hughes durch eine Förderung aus dem Haushalt als auch durch Spenden der Raiffeisenbanken Wolfhagen und Calden, der Kasseler Sparkasse und der örtlichen Jagdgenossenschaft.

Horst Pflüger: „Hauptfaktor für die Einhaltung der 7500 Euro Baukosten aber waren die Kolonisten selbst, die ehrenamtlich die Ärmel hochkrempelten und die im Frühjahr 2014 begonnenen gesamten Sanierungsarbeiten in insgesamt 320 Stunden Eigenleistung stemmten. Wäre das Projekt an ein Fachunternehmen vergeben worden, hätte es vermutlich doppelt so viel gekostet.“ Gepflegt und gewartet wird die Wassertretstelle zukünftig auch nicht von der Stadt Wolfhagen, sondern das übernehmen die Kolonisten in Eigenregie.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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