EAM investiert 470.000 Euro in leistungsstärkeren Trafo

60-Tonnen-Transformator ist in Umspannwerk angekommen

Schwergewicht: 60 Tonnen wiegt der Transformator, der in der kommenden Woche im Umspannwerk Morschen in Betrieb genommen werden soll. Auf der Baustelle sahen sich gestern Jörg Gisselmann, bei der EAM Leiter Netzregion Borken/Bebra, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Morschen Günter Görke und EAM-Projektleiter Jens Pieper (von links) um. Foto: Kamisli

Morschen. 60 Tonnen wiegt der neue Transformator, der am Donnerstag im Umspannwerk in Neumorschen angekommen ist.

In der Nacht war er mit einem Schwertransport aus Regensburg angeliefert worden. Er soll laut EAM-Projektleiter Jens Pieper in der kommenden Woche in Betrieb genommen werden.

Doch der Koloss hat nicht nur ein beträchtliches Gewicht, sondern ist mit einer Leistung von 40 Megawatt auch um einiges leistungsstärker als sein Vorgänger mit 25 Megawatt. 40 Megawatt entsprechen laut Jörg Gisselmann, Leiter Netzregion Borken/Bebra bei der EAM, 50.000 PS. „Man könnte mit dem Transformator auch 40.000 Heizlüfter betreiben“, sagt Gisselmann.

470.000 Euro hat die EAM in das Umspannwerk Morschen investiert, das auch Malsfeld, Teile der Gemeinden Knüllwald und Alheim mit Strom versorgt. Während der Arbeiten im Umspannwerk Morschen werden die Orte von Rotenburg und Melsungen aus bedient.

„Wir schaffen hier Kapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien“, sagt Gisselmann. Weil es in Zukunft in der näheren Umgebung des Umspannwerkes mehr Windkraftanlagen geben werde, sei der leistungsstärkere Trafo nötig geworden, erläutert Gisselmann den Austausch. Es werde dann mehr Strom erzeugt, als gebraucht werde.

Neu ist nicht nur der Trafo, sondern es wurden auch zahlreiche Kabel verlegt und eine neue Schaltanlage, die das Netz absichert, gebaut. „Die Schaltanlage kann von Kassel und Baunatal aus ferngesteuert werden, das heißt es muss kein Mitarbeiter nach Morschen fahren, wenn es eine Störung gibt“, sagt Projektleiter Jens Pieper.

Neu ist auch, dass der Strom künftig nicht mehr nur in eine Richtung fließt. Bisher konnte Strom aus der Hochspannungsleitung mit 110 Kilovolt im Umspannwerk auf die Mittelspannung 20 Kilovolt transformiert werden, wenn es nötig war, sagt Gisselmann. Künftig kann laut Gisselmann der Strom auch in die andere Richtung fließen. Das heißt, dass Strom, der zum Beispiel von Windkraftanlagen produziert wird und im Umspannwerk Morschen ankommt, aber nicht gebraucht wird, in das überregionale Hochspannungsnetz eingespeist werden kann.

Quelle: HNA

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