Kommandozentrale für den Notfall

Feuerwehren der Gemeinde Willingshausen bekommen neuen Einsatzleitwagen

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Freuen sich über das neue Fahrzeug: (von links) Merzhausens Wehrführer Thomas Maus, Bürgermeister Heinrich Vesper und Gemeindebrandinspektor Ralf Lipphardt.

Merzhausen. Ob ein Feuerwehr-Einsatz erfolgreich abgearbeitet wird, hängt nicht nur an Schläuchen und Strahlrohren, sondern auch an modernen Führungs- und Kommunikationsmitteln.

Das ist in Feuerwehrkreisen eine Binsenweisheit. Reichte hierfür vor 30 Jahren noch ein VW-Bus mit Funkgerät, so müssen die Feuerwehren mittlerweile massiv aufrüsten. Auch auf dem Land sind Einsätze wesentlich komplexer und umfangreicher geworden.

Moderne Technik: Zur Ausstattung des neuen Einsatzfahrzeuges gehören Analogfunk, Fax, Telefon, Notebook und zwei Bildschirmarbeitsplätze.

Ab sofort können auch die Brandschützer der Gemeinde Willingshausen für ihre Arbeit auf einen leistungsfähigen Einsatzleitwagen zurückgreifen. Das neue Fahrzeug ersetzt einen Bus aus dem Jahre 1986. „Während der großen Katastrophenschutzübung letztes Jahr haben wir gemerkt, dass wir mit dem alten Fahrzeug an Grenzen stoßen“, sagte Gemeindebrandinspektor Ralf Lipphardt bei der Fahrzeugübergabe vor dem frisch renovierten Feuerwehrhaus in Merzhausen.

Bei dem im Merzhausen stationierten Fahrzeug handelt es sich um einen Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) mit dem Funkrufnamen Florian Willingshausen 4-11. „Eingesetzt wird das Fahrzeug aber bei allen sechs Wehren gleichermaßen“, betonte Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper. Bis zur offiziellen Indienststellung am Wochenende vergingen vier Jahre. Bereits im Juni 2011 hatte die Gemeinde Willingshausen das Fahrzeug beantragt.

Nachdem der Bewilligungsbescheid 2013 auf dem Tisch lag, habe man noch die Einführung des Digitalfunks abgewartet und sich dann an die Umsetzung gemacht, sagte das Gemeindeoberhaupt und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Verwaltung. Gebaut wurde der 78 000 Euro teure ELW 1 bei der Firma Hartmann Spezialkarosserien in Alsfeld. Der Eigenanteil der Gemeinde lag bei 52 000 Euro. Die Beschaffung der modernen Technik sei im Grunde selbstverständlich, erklärte Vesper: „Brandschutz ist eine gemeindliche Pflichtaufgabe, die ehrenamtlich wahrgenommen wird.“

Digitalfunk inklusive

Das neue 163 PS starke Fahrzeug entspricht dem modernsten Stand der Technik: Neben dem obligatorischen Digitalfunk verfügt der ELW unter anderem über Analogfunk, Fax, Telefon, Notebook und zwei Bildschirmarbeitsplätze. „Damit können die Einsatzkräfte Zugriff auf verschiedene Datenbanken nehmen, um zum Beispiel Informationen über Gefahrstoffe einzuholen“, erklärte Ralf Lipphardt. Auf Initiative der Feuerwehr Merzhausen wurde das Führungsfahrzeug darüber hinaus mit einem Hygieneboard ausgerüstet.

Faust mischte mit

„Es ist ein Fahrzeug, welches man in der Gemeinde braucht“, stellte der Gemeindebrandinspektor fest und bedankte sich bei seinem Vorgänger Horst Faust, welcher maßgeblich an der Realisierung beteiligt war. Neben vielen Feuerwehrleuten nutzen bei schönstem Frühlingswetter auch zahlreiche Besucher im Anschluss die Gelegenheit, um sich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des neuen ELWs und der Merzhäuser Feuerwehr zu machen.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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