Kommentar zur Absage der Windräder-Gegner: Chance nutzen

Die Bürgerinitiative „Keine Windräder in unseren Wäldern" hat ihre Teilnahme an der Zukunftskonferenz zur Energiewende in Wolfhagen abgesagt. Ein Kommentar von Norbert Müller.

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Die Beharrlichkeit der Bürgerinitiative, den ökologisch sensiblen Rödeser Berg vor unabsehbaren Folgen eines Baus riesiger Windräder zu schützen, ist bewundernswert.

Starrsinn ist dagegen keine Eigenschaft, mit der man glänzen kann. Starrsinnig und stur - so präsentiert sich die BI allerdings angesichts ihrer Ankündigung, nicht an der Zukunftskonferenz in knapp zwei Wochen teilnehmen zu wollen.

Statt als offener, zum Gedankenaustausch bereiter Interessenvertreter zu punkten, sich auch auf diesem Feld mit den Befürwortern von Windparks an sogenannten Premiumstandorten mit stichhaltigen Argumenten zu messen, redet man eine Veranstaltung schlecht, noch ehe sie begonnen hat.

Da sollte man sich besser ein Beispiel nehmen am pensionierten Forstmann und anerkannten Umweltschützer Hermann Josef Rapp, der sicher nicht im Verdacht steht, ein Parteigänger der Befürworter von Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg zu sein.

Auch wenn die Konferenz nicht dazu da ist, Entscheidungen zur Wolfhager Energiepolitik zu treffen, so werden ihre Ergebnisse doch von den Entscheidungsträgern der Stadt gehört und im besten Falle die Gestaltung der Zukunft in Wolfhagen beeinflussen. Wenn die BI ein ernstzunehmender Faktor in diesem Gestaltungsprozess bleiben möchte, sollte sie die Chance nutzen und an der Zukunftskonferenz teilnehmen.

Von Norbert Müller (nom@hna.de)

Quelle: HNA

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