Kommentar zur Eizellenspende in Spanien: Verbot aufheben 

Claudia Schittelkopp

Schwalm-Eder. Ein Paar aus dem Schwalm-Eder-Kreis will sich in Spanien einer Eizellspende unterziehen, um sich seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Die Methode ist hierzulande verboten. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Claudia Schittelkopp.

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Dass die Reproduktionsmethode Eizellspende in anderen europäischen Ländern – darunter auch bei unseren direkten Nachbarn in Tschechien – erlaubt und hierzulande seit 1990 verboten ist, lässt sich nicht nachvollziehen. Für das Paar aus dem Landkreis ist es der sehnlichste Wunsch, ein eigenes Baby zu bekommen, selbst wenn das nur mit moderner Medizin möglich ist. Noch mehr Wunschkind ist kaum möglich.

Vielmehr würde ein verantwortungsvoller Umgang mit Eizellspende auch hierzulande Paare zu glücklichen Eltern machen und somit neues Leben schaffen. Eine Legalisierung würde Vor- und Nachsorge sowie Begleitung in einer deutschen Klinik ermöglichen. Das wäre nur zu begrüßen.

Auch wenn es den Spenderinnen ums Geld geht – jede erwachsene Frau entscheidet selbst über ihren Körper. Von Gegnern wird bemängelt, dass so gezeugte Kinder keine Chance haben, ihre leibliche Mutter kennenzulernen. Das haben Kinder von Samenspendern auch nicht. Die anonyme Spende gilt zum Schutz für alle Seiten. 

E-Mail an die Autorin: cls@hna.de

Quelle: HNA

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