Kommentar zum Ende der Milchquote: Bewusst einkaufen

Schwalmstadt. Die Milchquote ist Geschichte, schon sind die Preise für Milcherzeugnisse in den Märkten gesunken. Das klingt nur vordergründig gut. Ein Kommentar von Anne Quehl über die Macht der Kunden.

Verwunderlich ist es nicht, dass der Fall der Milchquote so etwas wie ein Startschuss für die Erzeuger war: Seit dem 1. April steigt die Milchmenge, in der Folge drücken die Discounter die Verkaufspreise. Skeptiker fürchten, dass konventionelle Milchbauern demnächst nur noch 25 Cent pro Kilo Milch von den Molkereien erhalten.

Die Verbraucher mag es freuen, ab 55 Cent erhalten sie im Kühlregal den Liter, viele Milchprodukte wurden in den zurückliegenden Wochen im Preis gesenkt. Dass dies auf Kosten von Betrieben auch in ihrem Landkreis und ihrem Bundesland geht, interessiert bestimmt nicht jeden.

Doch immer mehr Kunden sorgen sich um die heimische Landwirtschaft, nicht nur aus sentimentalen Gründen. Mit dem eigenen, bewussten Kaufverhalten kann man in vielen Märkten faire und regionale Milcherzeugung unterstützen, dem Preisdumping Paroli bieten. Die Mitverantwortung für eine anständige Landwirtschaft sollten wir nicht an der Ladentür abgeben, wir Kunden können zur Problemlösung viel beitragen.

Quelle: HNA

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