Kommentar zum Museum der Schwalm: "Sturm im Gebälk"

Sylke Grede

Unruhe gibt es ums Museum der Schwalm in Ziegenhain. Der Leiter Konrad Nachtwey hat sein Amt niedergelegt. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Sylke Grede.

Man könnte es als das Gedächtnis der Schwalm bezeichnen: das Museum am Paradeplatz mit seinen unvergleichlichen Schätzen samt Archiv in der alten Festungswache.

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Mit einem neuen Vereinsvorsitzenden und einem neuen Museumsleiter schien ein frischer Wind durchs Museum der Schwalm zu pusten. Räumlichkeiten wurden neu gestaltet; Kunst wurde auf unterhaltsame Weise präsentiert. Inzwischen scheint sich das laue Lüftchen, das eigentlich nur zum Entstauben gedacht war, zum kräftigen Sturm entwickelt zu haben: Er zuppelt kräftig am Gebälk.

Getragen wird der Schwälmer Schatz von 800 Mitgliedern des Schwälmer Heimatbundes in der ganzen Welt. Und bewahrt wird er nicht von einem großen Stab professioneller Mitarbeiter, sondern schon immer von einer relativ kleinen Truppe Ehrenamtlicher. In dieser Verantwortung standen Museumsleitung und Vereinsvorstand.

Sensationsheischend übers Ziel hinausschießen war fehl am Platze, Fingerspitzengefühl ist jetzt gefragt.

Email an die Autorin: syg@hna.de

Quelle: HNA

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