Kommentar

"Über das Ziel hinaus": Olaf Dellit über Peta-Anzeigen gegen Wettangler

Olaf Dellit

Schwalm-Eder. Die Tierschutzorganisation Peta hat eine Sportfischerin aus dem Schwalm-Eder-Kreis angezeigt, weil sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen habe, wie es heißt. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Olaf Dellit:

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Angler im Visier von Peta

"Die Tierschutzorganisation Peta sucht oft und gerne die große Bühne, zum Beispiel mit Prominenten, die sich nackt ablichten lassen, um gegen die Pelzzucht Position zu beziehen. Doch die Tierschützer schießen dabei auch immer wieder weit über das Ziel hinaus wie etwa bei der unsäglichen Kampagne, in der sie die Haltung von Hühnern mit dem Holocaust gleichsetzten.

Auch bei der Kampagne gegen die Wettangler sind die Peta-Aktivisten nicht zimperlich. Ihr Anliegen mag gerechtfertigt sein. Doch die Brandmarkung von Menschen als Tierquäler, bevor überhaupt nur ein Staatsanwalt Ermittlungen aufgenommen hat, geht zu weit. In den Mitteilungen von Peta werden die Wettangler nur unzureichend anonymisiert.

Da ist der öffentliche Pranger nicht weit – gerade in Zeiten, wo im Internet schnell und anonym gepöbelt werden kann. In letzter Konsequenz schadet die Organisation mit diesem Vorgehen auch sich selbst, denn die Aufregung über die Methoden kann schnell die Ziele der Kampagne überdecken. Dabei wäre eine seriöse Diskussion darüber, ob die Angelwettbewerbe wirklich so harmlos sind, durchaus angebracht." ode@hna.de

Quelle: HNA

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