Kommentar zum Schlachten von Tieren: "Der Verbraucher entscheidet"

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Judith Féaux de Lacroix

Schwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis schlachtet nur noch jeder zweite Fleischer selbst. Damit liegt der Landkreis noch weit vorn. Judith Féaux de Lacroix über das Schlachten.

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Nur jeder zweite Fleischer schlachtet selbst

Mal ehrlich: Wahrscheinlich findet es kein Tier angenehm, geschlachtet zu werden – ganz egal, wo und unter welchen Bedingungen es zerlegt wird. Wenn wir aber schon Tiere töten, dann sollten wir sie zumindest nicht unnötig leiden lassen. Und darüber können wir als Verbraucher mitentscheiden. Deshalb muss jeder, der Fleisch kauft, auf dessen Herkunft achten.

Gerade im Schwalm-Eder-Kreis haben Verbraucher durchaus die Wahl: Hier werden noch Wurst und Schnitzel produziert, ohne dass dafür Tiere hunderte Kilometer weit in engen Transportern zum Schlachthof gekarrt wurden. Dafür muss man sicherlich etwas mehr Geld hinlegen als für Tiefkühlfleisch vom Discounter. Aber das sollte es uns wert sein.

Und wem das Wohl der Tiere als Grund nicht ausreicht, kann zumindest an seinen ganz persönlichen Genuss denken: Denn Fleisch von Tieren, die vor ihrem Tod nicht gelitten haben, schmeckt nachweislich besser. Dieses Argument sollte wohl jeden Fleischesser überzeugen.

Kontakt zur Autorin: jul@hna.de

Quelle: HNA

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