Kommentar zur Tier-Fütterung im Wildpark Knüll: "Keine Alternative"

Schwalm-Eder. Streicheltiere sind in Zoos und Wildparks nicht nur zum Streicheln da. Das ist auch im Wildpark Knüll so. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Maja Yüce.

Dass Luchse, Wölfe und Bären nicht von Luft und Liebe alleine leben, dürfte klar sein. Dass sie keine Pflanzenfresser sind, ist keine Überraschung. Raubtiere brauchen tierische Nahrung, um über die Runden zu kommen.

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In Gefangenschaft sind sie auf das tierische Futter aus Menschenhand angewiesen. Da bilden die Tiere im Wildpark Knüll keine Ausnahme.

Kaum gibt es dort ein neues Gehege, kommen die Besucher in Scharen. Das zeigt deutlich, dass sie von den wilden Tieren, die man in freier Wildbahn nur selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt, fasziniert sind.

Wer Raubtiere besucht, sollte sich nicht wundern, dass sie eben auch komplette Tiere zum Fraß vorgeworfen bekommen. Ganz gleich, wie niedlich Kaninchen, Meerschweinchen und Co. auch sein mögen.

Egal, ob nun als ganzer Körper, zerteilt oder gar ganz ohne Knochen und Fell, das Futter bleibt, was es ist: ein tierisches Produkt. Wer sich über fein säuberlich geschnittenes Gulasch für Eulen weniger aufregt als über Küken auf deren Speiseplan, ist scheinheilig.

E-Mail an die Autorin: may@hna.de

Quelle: HNA

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