Kommentar zum Windpark Rödeser Berg: "Das Dilemma zweier Lager"

Wolfhagen. Der Wolfhager Windpark auf dem Rödeser Berg kann gebaut werden. Norbert Müller, Leiter der HNA-Redaktion Wolfhagen, kommentiert das Projekt, um das sich Befürworter und Gegner streiten.

Für die eine Seite hat sich nach langen fünf Jahren ein Wunschtraum erfüllt: Die Erlaubnis zum Bau eines Windparks auf dem Rödeser Berg, mit dem man jede Menge Strom vor der eigenen Haustür erzeugen will, liegt auf dem Tisch. Die andere Seite dagegen ist entsetzt, sie hat über all die Jahre dafür gekämpft, dass diese Genehmigung nie erteilt wird.

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Ganz gleich mit welcher Seite man sympathisiert oder ihr gar angehört: Man sollte anerkennen, dass das andere Lager ebenfalls ehrenwerte Motive hat. Klimaschutz, Ausstieg aus der unseligen Kernkraft, Wertschöpfung vor Ort sind Stichworte der Befürworter des Windparks auf dem Rödeser Berg. Naturschutz, Erhalt noch weitgehend intakter Naturräume und des einzigartigen Landschaftsbildes des Wolfhager Landes treiben die Aktivisten der Bürgerinitiative an.

Es gibt eine Schnittmenge zwischen beiden Parteien, Kernkraftgegner bei der BI ebenso wie Öko-Bewegte bei den Windpark-Anhängern. Das Dilemma ist, dass es für einen Kompromiss, mit dem alle ihren Frieden hätten machen können, einfach nicht reichte.

Quelle: HNA

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