Parlament versucht bei Mitgliedschaften zu sparen

Kommune prüft Kosten für Verbände

Gilserberg. Die schwierige Haushaltslage zwingt die Gemeindevertreter aus Gilserberg über neue Einsparmöglichkeiten nachzudenken. So beschlossen sie bei ihrer Sitzung am Dienstag alle Mitgliedschaften der Kommune in Verbänden, Vereinen und sonstigen Institutionen zu prüfen und diese gegebenenfalls zu kündigen.

Der Vorschlag kam aus den Reihen der SPD. „Wir sollten keinen Kahlschlag vornehmen, aber ernsthaft prüfen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Dippel. Die Prüfung solle vor der nächsten Haushaltsaufstellung abgeschlossen sein.

Im Grundsatz waren sich die Fraktionen einig. Dennoch sorgte der Vorschlag für eine Debatte nachdem Michael Stuhlmann (CDU) angeregt hatte, die dadurch möglicherweise erzielte Ersparnis der örtlichen Vereinsarbeit zu Gute kommen zu lassen. Bürgermeister Lothar Vestweber zeigte sich verwundert: „Die CDU hatte doch 2006 mit ihrer damaligen Mehrheit eine Kürzung bei den Vereinen um 30 Prozent beschlossen.“

Stuhlmann erwiderte, dass man dies inzwischen als Fehler erkannt habe. „Heute würden wir es anders machen“, sagte er. Letztlich stimmten alle Gemeindevertreter für eine Prüfung der Mitgliedschaften. Sollten sich dadurch finanzielle Spielräume ergeben, soll das Ersparte zu einem noch unklaren Anteil den Vereinen zufließen. (bal)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare