Interkommunale Zusammenarbeit: Kommunen üben Schulterschluss

Wolfhager Land. Die Gemeinde Habichtswald kooperiert mit Ahnatal bei der Wasserversorgung. Bad Emstal legte seinen Baubetriebshof mit Niedenstein zusammen und Breuna und Volkmarsen haben einen gemeinsamen Standesamtsbezirk.

Das Fachwissen in Sachen Ordnungsrecht ist in Habichtswald angesiedelt, wo sich Zierenberg, Naumburg, Bad Emstal, Habichtswald und Breuna zu einem Ordnungsbehördenbezirk zusammengeschlossen haben. Im April wollen sich auch Niedenstein und Gudensberg angliedern.

Interkommunale Zusammenarbeit heißt das Stichwort, das immer mehr Städte und Gemeinden antreibt, um Kosten zu sparen. 156 Kooperationen gibt es inzwischen im Landkreis Kassel, davon allein 19 im Wolfhager Land. „Über ein Drittel der Projekte sind erst in den vergangenen drei Jahren entstanden“, bilanziert Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Dies zeige, dass sich der Schulterschluss mit den Nachbarn in der Vergangenheit als äußerst profitabel erwiesen hat.

Klassische Dienstleistungen

Im Trend liegt vor allem die Zusammenarbeit bei den klassischen Dienstleistungen wie etwa im Bereich der Standesämter. „Der Zusammenschluss der Kommunen zum Standesamtsbezirk Wolfhager Land hat sich als äußerst effektiv erwiesen“, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake. Der administrative Aufwand werde vermindert, das Fachwissen gebündelt und Mitarbeiter zunehmend spezialisiert. Nicht zuletzt erhielten die Kommunen auch eine finanzielle Förderung des Landes Hessen von bis zu 100 000 Euro.

In der Zukunft sollen deshalb weitere Kooperationen folgen. „Angedacht sind Projekte in den Bereichen Abwasser, Buchhaltung und einem Feuerwehrdiensleistungszentrum“, sagt Schaake. Das erfordere jedoch eine langfristige Planung und Umsetzung.

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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