Densberger Frühstücker mit eingeschworener Fangemeinde

Komödie im Burggraben

Immer dabei: Die Freundinnen von links Jutta Netz, Irmhild Bruchhäuser, Pia Alheit und Susanne Stuhlmann aus Neuental treffen sich stets bei der Aufführung der Densberger Frühstücker. Foto: Hebeler

Densberg. Fast ausgebucht war der Burggraben vor der Dorfkirche in Densberg in den lauen Sommernächten. Denn die Aufführung der Densbeger Frühstücker ist für viele Besucher ein festes Datum im Terminkalender. Gruppen, Freundeskreise und Theatergruppen aus Harle, Dodenhausen und aus Hannover-Ahlden reisten mit dem Bus an und Regisseurin Gisela Noll hatte schon vor der Vorstellung alle Hände voll zu tun.

„Diese Kunstbanausen“, hieß die Komödie von Beate Irmisch, die die Densberger Laienschauspieltruppe in diesem Jahr einstudiert hatte. Zum Inhalt: Strunzelbärchen (Petra Wilhelm) hat es nicht leicht. Ihr Mann Ernst (Wolfgang Schilbe) hat sich vom Malermeister zum Möchte-gern-Künstler entwickelt, der linkische Gerichtsvollzieher (Gunter Ochs) bedrängte sie mit seiner Liebe, die elegante Lilo Schnakenköter (Renate Günst) und ihr schwuler Bruder Gernot (Bernd Schill) rückten ihr wegen der Bilder auf den Pelz. Und da waren noch ihre resolute Mutter (Anneliese Range), der Freund ihres Mannes (Karl-Heinz Neumann) und die neugierige Nachbarin Klothilde (Andrea Würtele). Zu allem Überfluss erschienen noch der lästige Staubsaugervertreter (Lars Heinke) und die eifrige Polizistin (Anna-Lena Schütz).

Die Zuschauer hatten ihren Spaß an dem Verwirrspiel über Liebe und Selbstüberschätzung. Viel Applaus erhielt Lars Heinke, ein junges Mitglied der Theatertruppe. Denn er hat sein Talent für Slapsticks entdeckt. Gekonnt zerrte er seinen Staubsauger über die Bühne und verhedderte sich in Schlauch und Kabel. Gleichzeitig stotterte er so herzzerreißend, dass die Szenen aus einem Loriotfilm geschnitten sein könnten.

Darsteller überzeugten

Überraschend war der Auftritt von Strunzelbärchen (Petra Wilhelm), die sich sturzbetrunken ins Publikum verirrte und dort mit einem Gast zu flirten begann. Überzeugend auch der Auftritt von Bernd Schill in der Rolle des schwulen Gernot Schnakenköter, der das Publikum mit anzüglichen Äußerungen und seiner unmännlichen Gestik zum Schmunzeln brachte.

Nicht fehlen durfte in der Komödie die Dorftratsche. Diese Rolle übernahm einmal mehr Andrea Würtele. Mit Mutterwitz und Komik füllte sie diese Rolle perfekt aus und das Publikum liebt sie darin. Das liegt sicher daran, dass sie die Zuschauer daran erinnert, dass jeder schon einmal etwas Tratsch verbreitet hat. (zeb)

Quelle: HNA

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