Leitthemen für die Dorferneuerung: generationenübergreifend und gemeinschaftlich

Konnefelder packen’s an

Ohne Konzept geht nichts: Friedhelm Holl, Ortsvorsteher von Konnefeld und Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung, vor dem Dorfgemeinschaftshaus, das umgebaut werden soll. Fotos:  Müller-Neumann

Konnefeld. Fast hatten die Konnefelder die Hoffnung schon aufgegeben, ins Dorferneuerungsprogramm zu kommen. Doch seitdem das feststeht und die Morschener Gemeindevetreter am Donnerstagabend Ja gesagt haben, dass sich die Gemeinde mit 232 400 Euro an den Gesamtkosten von 581 000 Euro beteiligt, stehen die Signale auf Grün.

Bis 2019 ist nun Zeit, die Ideen umzusetzen. Und von denen gibt es etliche, um das etwa 330 Einwohner zählende Dorf schön genug zu machen, damit Jung und Alt auch in Zukunft dort gerne leben wollen.

Zwar steht die Umgestaltung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses an oberster Stelle, doch soll 2012 erst einmal das Kirchgässchen angegangen werden: Pflaster statt Asphalt und vor allem neue Treppenstufen aus Sandstein, sagt Ortsvorsteher Friedhelm Holl, der zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung ist.

Für 2013 steht dann das gut genutzte Dorfgemeinschaftshaus auf dem Arbeitsplan. Dach, Wände, Fußböden, Heizung, Elektroleitungen – alles an dem einstigen Schulhaus muss saniert werden. Zugleich soll der Eingang verlegt und Zugang sowohl zum DGH als auch zum Schützenhaus werden. Gemeinsam genutzt werden können auch die Toiletten. In den heutigen Eingang kommt die Küche. Die Wände zwischen Saal und dem kleinen Raum werden herausgenommen und durch mobile Wände ersetzt. Damit ließen sich der große Saal, ein Vereinszimmer und ein Dorfcafé zugleich trennen. Und vor dem Café könnte in Richtung Dorfplatz ein Biergarten angelegt werden.

Damit verbunden ist wiederum die Gestaltung des Platzes vor dem Dorfgemeinschaftshaus, auf dem seit Jahren vom Asphalt ohnehin kaum noch etwas zu sehen ist.

Jugendraum: Das kleine Haus der einstigen Schultoilette soll einen Anbau erhalten und zusammen mit einer Freifläche Richtung Spielplatz den etwa 20 Jugendlichen als Domizil dienen.

Dorfladen: Das Häuschen, das die Feuerwehr angefangen hat, für sich herzurichten, dient während des Umbaus des DGH als Ausweichraum und soll schließlich zu einem Dorfladen werden.

Weitere Wünsche: Treffpunkte im Freien verschönern, etwa den Lindenplatz, und mithilfe der Gemeinde und Geld der Tourismusförderung einen Kanuanleger an der Fulda bauen, Hinweistafeln zum Thema Gips aufstellen und auf dem Rompelsberg einen Aussichtspunkt sowie am südlichen Ortsrand einen naturnahen Wasserspielplatz gestalten. Noch ein Wunsch: Mit einer Studie soll ermittelt werden, inwieweit in einem Gebäude generationenübergreifendes Wohnen möglich ist.

Quelle: HNA

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